Coronavirus

Gladbeck: Kreis meldet elf Coronainfektionen an Gesamtschule

An der Werner-von-Siemens-Realschule hat das DRK vergangenen Samstag 600 Schülerinnen und Schüler auf das Coronavirus getestet. Laut Kreis liegen die Testergebnisse noch nicht vor.

An der Werner-von-Siemens-Realschule hat das DRK vergangenen Samstag 600 Schülerinnen und Schüler auf das Coronavirus getestet. Laut Kreis liegen die Testergebnisse noch nicht vor.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Zwei Klassen der Gesamtschule sind in Quarantäne. Elf Infektionen sind nachgewiesen. Noch keine Ergebnisse nach Massentest an Realschule.

Am vergangenen Samstag hat ein DRK-Team 600 Jungen und Mädchen, dazu noch die Pädagogen und das übrige Personal der Werner-von-Siemens, auf das Coronavirus getestet. Die Testergebnisse liegen immer noch nicht vor. Das bestätigte am Dienstag die Pressestelle vom Kreis Recklinghausen auf Anfrage dieser Zeitung.

Wann die Ergebnisse des Massentests an der Realschule vorliegen, kann der Kreis nicht sagen

„Wir können einfach noch nicht sagen, wann mit den Ergebnissen der Realschule zu rechnen ist“, erklärte Kreissprecherin Lena Heimers. Kreisweit seien in den vergangenen Tagen an einigen Schulen und Kitas viele Personen gleichzeitig getestet worden. Für die Labore bedeute das jede Menge Arbeit, und das könne eben auch zu Wartezeiten führen.

Für alle Getesteten gelte, dass sie telefonisch über das Ergebnis informiert werden. Fällt der Coronatest positiv aus, liegt also eine Infektion vor, erfolgt der Anruf bei den Betroffenen vom Kreisgesundheitsamt. Bei einem negativen Test melde sich das DRK. „Wir informieren aktiv“, betont Lena Heimers. Sie bittet um Verständnis dafür, dass Anrufe der Betroffenen bei den zuständigen Stellen nicht zielführend seien. Dass die Situation „sehr speziell“ sei, gibt die Kreissprecherin unumwunden zu. Jeder habe Familie und könne deshalb nachvollziehen, dass man sich Sorgen mache, zum Beispiel auch, wenn es um den Kontakt zu den Großeltern oder anderen Risikogruppen in der Verwandtschaft gehe. Natürlich sei die Verunsicherung entsprechend groß.

Situation ist eine Belastung für die Familien

Bei einigen Eltern der Werner-von-Siemens-Realschüler wächst die Unruhe tatsächlich. Das lange Warten auf Gewissheit zerrt an den Nerven.

„Die Situation ist eine ziemliche Belastung für die ganze Familie“, schreibt eine betroffene Mutter in einer Mail an die Lokalredaktion der WAZ. Das Problem in ihrem Fall: Die Klasse ihrer Tochter ist bereits am 18. September auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Test ihrer Tochter ausgefallen ist, weiß sie allerdings immer noch nicht. Nachfragen beim Ordnungsamt der Stadt, beim Kreisgesundheitsamt und auch beim DRK hätten bislang nichts gebracht. Was die Mutter überhaupt nicht nachvollziehen kann: Seit Dienstag ist die Quarantäne für die Klasse beendet, ihre Tochter kann jetzt also wieder zu Schule gehen.

Der erste Fall an der Gesamtschule wurde am 24. September bekannt

Neben der Realschule rückt nun auch die Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule wieder coronabedingt in den Fokus: Dort hat es nach Auskunft des Kreises am 24. September einen positiven Fall gebegeben. Zwei Klassen wurden daraufhin in Quarantäne geschickt und auch getestet. Mittlerweile sind insgesamt elf Infektionen nachgewiesen. Die Klassen befinden sich weiterhin in Quarantäne. Mitarbeiter des Kreises sind mit der Kontaktverfolgung beschäftigt.

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