Problemimmobilie

Gladbeck: Ausschuss debattiert über Problemhaus Steinstraße

Über die Probleme, die vom Hochhaus Steinstraße 72 ausgehen, wird am 7. September der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt diskutieren.

Über die Probleme, die vom Hochhaus Steinstraße 72 ausgehen, wird am 7. September der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt diskutieren.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Die lärmgeplagten Nachbarn des Problemhochhauses stellen einen Bürgerantrag im Hauptausschuss. Eine Unterschriftenliste soll übergeben werden.

In das Thema „Problem-Immobilie“ Steinstraße 72 kommt Bewegung: Am kommenden Montag, 7. September, wird sich der Haupt- und Finanzausschuss damit beschäftigen. Die Nachbarn des Butendorfer Hochhauses haben einen entsprechenden Bürgerantrag gestellt, auch die SBiG-Fraktion (BiG und DKP) stellte einen Antrag, über das Thema im Ausschuss zu reden.

Bürgermeister Ulrich Roland hat der Nachbarschaftsinitiative inzwischen zugesagt, dass ihr Anliegen auf die Tagesordnung der Sitzung kommt. Der Nachbarschaftsverbund will Roland am Montag auch eine umfangreiche Unterschriftenliste überreichen. Sie soll die Forderungen lärmgeplagten Nachbarschaft untermauern, die Stadt möge gegen die Probleme und Missstände, die von dem Problem-Hochhaus ausgehen, vorgehen.

Nachbarn wollen, dass die Stadt aktiv wird bei der Steinstraße 72

Vor allem plädieren die Nachbarn dafür, die Eigentümer und die Verwaltung des Hochhauses in die Pflicht zu nehmen. „Wir wollen, dass die Stadt ihnen unter Androhung von Zwangsmaßnahmen auf Kosten der Eigentümer Fristen setzt, um Missstände in den Griff zu bekommen“, so die Sprecher der Nachbarschaft, Tobias Stolze und Uwe Bergmann. Hier gehe es insbesondere um die „permanente Lärmbelästigung“ und Ruhestörungen, um Hygienemängel wie das „Geschäfteverrichten“ im Umfeld des Hochhauses, die Vermüllung und ums „Autoposing“ ( Motorenhochdrehen und Beschleunigungsfahrten). „Was kann die Stadt dagegen unternehmen?“, fragen sie.

Die Nachbarn selbst, so berichten sie, haben inzwischen auch Kontakt zu einigen Bewohnern des Hochhauses herstellen können und „ein positives Feedback erhalten“. Auch im Hochhaus wurde eine Unterschriftenliste in Umlauf gebracht, mit der die Bewohner auf ihre Probleme aufmerksam machen können, so Stolze und Bergmann. Dazu gehörten Wohnungsmissstände und Hygienemängel, über die einzelne Bewohner aus Angst schwiegen.

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