Kampagne gegen Komasaufen

Gladbeck: Aktion „bunt statt blau“ gegen Komasaufen startet

 Gesucht werden bei der Kampagne „bunt statt blau“ die besten Schülerplakate.

 Gesucht werden bei der Kampagne „bunt statt blau“ die besten Schülerplakate.

Foto: DAK

Gladbeck.  Kunst gegen Komasaufen: In Gladbeck startet die Kampagne „bunt statt blau“. Gesucht werden die besten Schülerplakate gegen Alkoholmissbrauch.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer und die Krankenkasse DAK suchen die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch. Nach dem Motto „Kunst gegen Komasaufen“ startet die Kampagne „bunt statt blau“ 2020 in Gladbeck. Die Aktion läuft bis zum 31. März.

Gladbeck: In der Stadt gab’s durchschnittlich 29 betroffene Kinder und Jugendliche

Im elften Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Hintergrund: In den vergangenen fünf Jahren kamen bundesweit jeweils rund 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Gegenüber der ersten Erhebung der Daten im Jahr 2000 haben sich die Zahlen um 128 Prozent erhöht. Seit dem Jahr 2013 ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen zwar leicht rückläufig, Experten fordern jedoch weiterhin eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens. Beim sogenannten Komasaufen gab es in der Stadt Gladbeck in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich 29 Betroffene.

Ministerin Gebauer unterstützt die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren. Alle Schulen in Gladbeck sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler Plakate dagegen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die „Aktion Glasklar“, die seit vielen Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt.

„Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten im Schulalltag diskutiert werden“, sagt Alexander Löhr von der DAK. „Bei ,bunt statt blau’ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders.“

Mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche bundesweit haben seit dem Jahr 2010 mitgemacht, darunter auch einige aus der Stadt Gladbeck. Politiker, Suchtexperten und Künstler unterstützen die Aktion.

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