Stadtteil-Entwicklung

Gladbeck: Abriss des Hochhauses Schwechater Straße beginnt

Die Baustelle ist eingerichtet, am Montag soll das Entrümpeln und dann die Entkernung des Hochhauses Schwechater Straße 38 beginnen.

Die Baustelle ist eingerichtet, am Montag soll das Entrümpeln und dann die Entkernung des Hochhauses Schwechater Straße 38 beginnen.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Gladbecks größte Schrottimmobilie verschwindet. Der Abriss des Hochhauses Schwechater Straße startet. Und es tut sich noch mehr im Stadtteil.

Es tut sich etwas an der Hochhaus-Ruine Schwechater Straße 38! Die mit dem Abriss beauftragte Firma hat damit begonnen, die Baustelle einzurichten. Wie bereits im August vom Investor Implementum und der Stadtverwaltung angekündigt, starten die vorbereitenden Maßnahmen für den Rückbau der Schrottimmobilie tatsächlich noch in diesem Jahr.

Am Hochhaus Schwechater Straße steht bereits der Bauzaun, Container sind aufgebaut

Arbeiter haben einen Bauzaun um die Ruine herum errichtet, Laster Container auf dem Areal hinter dem Hochhaus abgeladen. „Jetzt passiert endlich etwas, wir sind sehr glücklich“, erklärte Stadtbaurat Dr. Volker Kreuzer am Freitag. Nächste Woche will die Firma mit der Entrümpelung des Gebäudes beginnen. Schon allein das wird dauern, da die seit Jahren leerstehenden Wohnungen total zugemüllt sind. Vor 14 Jahren haben die letzten Mieter das Hochhaus verlassen. Seitdem gammelt das Gebäude vor sich hin. Im nächsten Schritt stehen die Entkernung des Hochhauses und anschließend der Rückbau an.

Ob die Schwechater Straße 38 Etage für Etage abgetragen oder aber gesprengt wird, entscheidet sich erst nach der Entkernung. Ein leichte Aufgabe wird es aber auf keinen Fall sein, da die Ruine asbestverseucht ist. Fest steht, dass das komplette Gebäude – bis auf den Block F an der Straßenfront – verschwinden wird. Auch die Tiefgarage, so Baurat Kreuzer, wird rückgebaut.

Direkt nach dem Abriss startet der Bau des neuen Einkaufszentrums

Gut zwölf Monate werden Entkernung und Rückbau wohl in Anspruch nehmen, schätzt man in der Stadtverwaltung. Direkt im Anschluss soll mit dem Bau des neuen Einkaufszentrums für den Stadtteil begonnen werden. „Da warten nicht nur die Menschen in Rentfort-Nord seit Jahren sehnlichst drauf. Auch für die Anwohner in Rentfort werden die Geschäfte garantiert sehr interessant sein“, sagt Quartiersmanager Norbert Dyhringer. Mit dem Abriss des Schandflecks habe kaum noch jemand gerechnet. „Und nun tut sich endlich etwas, und die Ruine wird nicht mehr Dauerthema beim Runden Tisch im Stadtteil sein.“

Dass das Unternehmen Implementum, das bereits das Hoch10-Geschäftshaus in der Innenstadt gebaut hat, als Investor für das Nahversorgungszentrum gewonnen werden konnte, bezeichnet Dyhringer als Glücksfall. „Da kann mal wohl sicher sein, dass es auch etwas wird.“

Mit Rewe und Rossmann stehen zwei Mieter bereits fest

Mit Rewe und Rossmann stehen zwei Mieter für das kleine Einkaufszentrum auch bereits fest. „In beiden Fällen handelt es sich um langjährige Verträge, die bereits unterschrieben sind“, erklärte auf Anfrage Investor Ulrich Hammer von Implementum.

Weitere mögliche Mieter will er noch nicht nennen. Man wolle sich jetzt erst einmal auf den komplizierten Rückbau konzentrieren, so Hammer. Eventuell sei es möglich, im kommenden Frühjahr Näheres zur Vermarktung der Läden im Nahversorgungszentrum zu sagen. Im August, bei der Vorstellung der Pläne für Rentfort-Nord, hatte Hammer noch ein Textilgeschäft und ein Schuhhaus als weitere mögliche Mieter neben einigen anderen, kleineren Läden genannt.

Auch an anderer Stelle in Rentfort-Nord tut sich etwas: Auf der Freifläche an der Ecke Berliner Straße /Enfieldstraße haben die Erdarbeiten für die Modul-Kita begonnen. Und noch ein Projekt für den Stadtteil befindet sich in der Planung: Die neue Schul- und Breitensportanlage, die auf dem Gelände des alten Sportplatzes an der Enfieldstraße entstehen soll.

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