Güterbahnhof Horst

Gladbeck: Gasleck im Waggon – 130 Menschen verlassen Häuser

Die Feuerwehr sicherte zunächst den leck geschlagenen Waggon. Danach wurde das Flüssiggas in einen anderen Waggon umgepumpt.

Die Feuerwehr sicherte zunächst den leck geschlagenen Waggon. Danach wurde das Flüssiggas in einen anderen Waggon umgepumpt.

Foto: Kimerlis / WAZ

Gelsenkirchen/Gladbeck.  Gefahrguteinsatz: Ein Leck in einem Güterwaggon in Horst hat 130 Menschen in Gladbeck und Gelsenkirchen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen.

Auf dem Güterbahnhof Horst unmittelbar an der Stadtgrenze zu Brauck ist am Freitag ein Kesselwagen mit Flüssiggas leck geschlagen. Der Gefahrenbereich erstreckte sich laut Feuerwehr Gladbeck auch auf das südliche Gladbecker Stadtgebiet. Eine Spezialeinheit des Chemieparks Marl und die Feuerwehren Gladbeck und Gelsenkirchen waren die ganze Nacht im Einsatz sein, um das hochexplosive Gas abzupumpen.

Aus Sicherheitsgründen wurden die Häuser an der Mathias-, Roßheide- und Brauckstraße evakuiert. 130 Anwohner waren betroffen. Auch auf Gelsenkirchener Seite wurden Anwohner in Sicherheit gebracht.Sie wurden im Schulzentrum Brauck notuntergebracht. Das DRK betreute die Anwohner. Erst am Samstagmorgen konnten die Anwohner in ihre Häuser zurück.

Roßheidestraße am Samstag noch bis 11 Uhr gesperrt

An der Unfallstelle waren 30 Einsatzkräfte der hauptberuflichen und freiwilligen Feuerwehr Gladbeck mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen im Einsatz. Unter anderem wurden auch zwei Wasserwerfer für den Notfall aufgebaut (auf Gelsenkirchener Seite zwei weitere).

Polizei und Ordnungsamtskräfte unterstützen den Einsatz. Die Roßheidestraße (ab Mathias- bis Brauckstraße), Mathiasstraße und Brauckstraße muss noch bis 11 Uhr am Samstag gesperrt bleiben.

Der Kesselwagen wurde von der Feuerwehr separiert

Der Kesselwagen steht separiert auf den Gleisanlagen. Laut Feuerwehr Gelsenkirchen ist der Vorfall bereits am Freitagmorgen passiert, als ein Lokführer von fünf Kesselwagen bemerkte, dass aus einem der Wagen „zischend Brennstoff“ austrat. Es handelt sich um flüssiges Propan-Gas. Insgesamt war der Zug mit 40 Tonnen des Gases unterwegs. Der schadhafte Waggon, der direkt hinter dem Antriebswagen hing, wurde von der Lok und den anderen Kesselwagen getrennt.

Offenbar ist einer der Stahltanks eingerissen und undicht geworden, daher das Flimmern durch Gas bei Austritt an die Luft. Propan ist hoch entzündlich und brennbar. Der Güterzug kam aus dem nahen BP-Werk. Das Gas wurde, so der Gladbecker Einsatzleiter Jacobi, von TUIS-Spezialkräften aus dem Chemiepark Marl in einen leeren Waggon umgepumpt. Nur das Umpumpen dauerte rund zehn Stunden.

Zusätzlich werde es zum Abfackeln einer Restmenge kommen. Dafür wurden bereits am Abend Sicherheitsfackeln in Stellung gebracht, so der Einsatzleiter. Dadurch kann es zu Fackelschein in Brauck kommen.

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