Aktuelle Warnung

Falsche Polizisten fordern Schmuck und Bargeld von Senioren

Skrupellose Verbrecher rufen zurzeit bei Senioren an. Sie geben sich als Polizisten aus, und versuchen mit perfiden Psycho-Tricks Bargeld und Schmuck zu erbeuten.

Skrupellose Verbrecher rufen zurzeit bei Senioren an. Sie geben sich als Polizisten aus, und versuchen mit perfiden Psycho-Tricks Bargeld und Schmuck zu erbeuten.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Gladbeck.  Falsche Polizisten rufen aktuell bei Gladbecker Senioren an, um Schmuck und Bares zu erbeuten. Die Kripo sagt, wie man sich am besten verhält.

Verbrecher rufen zurzeit im Kreis und in Gladbeck gezielt Senioren an, geben sich als Polizisten aus und wenden perfide Psycho-Tricks an, um an Bargeld, Schmuck und Wertgegenstände zu gelangen. Die Kreispolizeibehörde spricht von regelrechter Gehirnwäsche und gibt eine klare Empfehlung, wie man sich am besten verhalten soll.

Bei ihren Eltern habe am Donnerstagvormittag an der Bülser Straße in Gladbeck-Ost das Telefon geklingelt, ebenso bei Tante und Onkel, die im selben Haus wohnen, berichtet Martina Müller (Name geändert) der WAZ. Angebliche Polizisten hätten sich bei den Senioren, die im Alter zwischen 75 bis über 90 Jahren seien, gemeldet. Man habe Einbrecher festgenommen, bei denen man eine Liste mit Namen von potenziellen Opfern und deren Wertgegenständen gefunden habe.

Angehörige legten auf und handelten damit genau richtig

„Meine betagten Verwandten sollten Schmuck und Wertsachen bereitstellen, damit diese von der Polizei sichergestellt und geschützt werden können.“ Darauf hätten sie sich zum Glück nicht eingelassen: „Sie haben das Gespräch beendet und mich benachrichtigt.“ Die Gladbeckerin informierte daraufhin die Polizei und die WAZ, „um auf die Aktivitäten hinzuweisen und vor der Gefahr zu warnen“.

Die Gladbecker Senioren „haben sich genau richtig verhalten“, sagt Ramona Hörst von der Pressestelle der Kreispolizei. „Im zweistelligen Bereich“ seien seit dem Morgen kreisweit Hinweise von Bürgen zu aktuellen Anrufen von Trickbetrügern bei der Polizei eingegangen. Telefonbücher würden offenbar systematisch nach betagten Bürgern, erkenntlich an den Vornamen, durchsucht und abtelefoniert. Die Empfehlung der Kripo ist dazu eindeutig: „Sich auf kein weiteres Gespräch einlassen und sofort auflegen“, so die Hauptkommissarin.

Oft haben die Täter Erfolg, so die Polizei

Denn die Täter seien trainiert darin, „Angst zu schüren, Druck aufzubauen und so mit einer regelrechten Gehirnwäsche ihre Opfer gefügig zu machen“. Mit leider oft großem Erfolg, so die Polizistin. Sie berichtet von einem Ehepaar, „das beim Einkauf am Morgen noch mit Bekannten über Trickbetrüger gesprochen hat. Mit der Meinung, dass ihnen das nie passieren könnte“. Um dann am Nachmittag, durch die Psycho-Tricks falscher Polizisten am Telefon stundenlang so manipuliert zu werden, „dass es Geld und Schmuck herausgegeben hat“.

Richtige Polizisten würden sich niemals so verhalten, unterstreicht Ramona Hörst. Die Empfehlung der Polizei ist folgende: Lassen Sie sich den Namen des angeblichen Polizisten nennen, legen Sie auf und rufen Sie die Polizei unter 110 an. Geben Sie keine Auskünfte über Vermögen oder sensible Daten. Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür und übergeben Sie diesen niemals Geld oder Wertsachen.

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