Schulstandards

Evaluation: Schulen setzen auch auf Selbst-Tests

Kinder der offenen Ganztagsschule (OGS) an der Regenbogenschule. Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool

Kinder der offenen Ganztagsschule (OGS) an der Regenbogenschule. Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool

Foto: WAZ FotoPool

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gladbeck.Alle Schulen in NRW bekommen Besuch von so genannten Schulinspektoren. Doch die Schulen setzen auch auf eigene Initiative, um sich selbst ein Bild von ihrem eigenen Leistungsstand zu machen: Selbst-Evaluation lautet das Stichwort dazu.

Auch an der Regenbogengrundschule etwa wurden jetzt per Fragebogen, erarbeitet von der Bertelsmann-Stiftung, Schüler aus den 4. Klassen, Eltern der 4. Klassen, Lehrkräfte und Schulmitarbeiter befragt. Hohe Rücklaufquoten der Fragebögen (bis zu 100 Prozent) zeigen das große Interesse an diesem Selbst-Test, der von einem Berliner Institut fachgerecht ausgewertet wurde.

Viele gute Noten gaben die beteiligten Akteure der Regenbogenschule: zu Lern-Atmosphäre, zur gezielten Förderung, zu gegenseiter Achtsamkeit und Aufmerksamkeit - die vielen Kriterien und Facetten der Befragung lassen sich an dieser Stelle kaum vollständig darstellen.

„Wir können mit diesen Ergebnissen eigenverantwortlich und selbstständig umgehen“

Schulleiterin Martina Braun liegt ein Aspekt der Aktion besonders am Herzen: „Wir können mit diesen Ergebnissen völlig selbstständig und eigenverantwortlich umgehen“, erläutert sie im WAZ-Gespräch. Die Selbst-Evaluation ist also nicht - wie die „offizielle“ NRW-Schulinspektion - in einen behördlichen Ablauf und Zeitplan eingebunden. Und das schafft Freiräume in der Handhabung der konkreten Ergebnisse und Einzelbewertungen.

Ein Beispiel dafür: Auch inspiriert durch die freiwillige Fragebogen-Auswertung will die Regenbogenschule nun nach Möglichkeit eine Schulpartnerschaft mit der Volksschule 1 (VS 1) in Schwechat eingehen. So sollen internationale Begegnungsmöglichkeiten, auch Briefpartnerschaften, schon in der Primarstufe ermöglicht werden.

Zudem soll die stete Kommunikation mit den Eltern und Familien durch die Einführung eines regelmäßigen schulischen E-Mail-Newsletters gezielt verbessert werden.

Außerdem wird es nun ein regelmäßiges Elterncafé geben - die jüngste Selbst-Evaluation hat also neben viel Lob und Anerkennung fürs schulische Leben und Lernen auch den Anlass zu konkretem Handeln im Schulalltag gegeben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben