Klimaschutz

Es geht auch ohne Pkw: Ein Butendorfer setzt aufs Fahrrad

Familie Demond im Urlaub: Ganz viele Ausflüge finden bei den Butendorfern natürlich mit den Fahrrädern statt.

Familie Demond im Urlaub: Ganz viele Ausflüge finden bei den Butendorfern natürlich mit den Fahrrädern statt.

Foto: Johannes Demond / JD

Gladbeck.  Ob Großeinkauf, Erledigungen in der Stadt oder Touren im Urlaub: Der Gladbecker Johannes Demond kommt pro Jahr auf 10.000 Kilometer mit dem Rad.

Ob alltags, in der Freizeit oder im Urlaub: Familie Demond aus Butendorf setzt voll und ganz aufs Fahrrad. „Für mich gehört das Fahrrad zur modernen Mobilität dazu“, sagt Johannes Demond. Auch er reagiert auf den Aufruf der WAZ- Lokalredaktion zum Thema Radfahren und schildert, wie seine Familie den Drahtesel nutzt.

Im Ruhrgebiet kann man fast komplett aufs Auto verzichten

Auch im Alltag, sagt der Familienvater, sei das „Rad fest integriert“. Mit dem Auto in die Stadt zu fahren – das geht gar nicht. Nach Ansicht von Johannes Demond könnte man im Ruhrgebiet sogar komplett auf das Auto verzichten.

Demond hat vier verschiedene Fahrrad-Modelle ständig im Einsatz: Mit seinem E-Lastenfahrrad geht es zum Einkaufen im Supermarkt, aber auch in den Baumarkt. „Eine Kiste Wasser, eine Kiste Bier und den kompletten Wochenendeinkauf bekomme ich da rein“, sagt der Gladbecker. Drei weitere Spezial-Fahrräder sind für Fahrten in der Stadt (ein E-Bike), für die Urlaube und flotte Touren durch die Natur gedacht. Das Reiserad, erklärt der Gladbecker, habe er sich sogar selbst zusammengestellt.

Den Urlaub im vergangenen Jahr hat die Familie auf Texel verbracht – und natürlich hatten alle ihre Räder mit. „In den zwei Wochen haben wir 900 Kilometer zurückgelegt.“ Und auch die Kinder (12 und 15 Jahre alt) „haben super durchgehalten“.

Zudem habe der Urlaub ihnen gezeigt, was man mit dem Rad alles schaffen – und dabei auch noch Land und Leute viel intensiver erleben könne. Im Schnitt, sagt der Familienvater aus Butendorf, legt er im Jahr ungefähr 10.000 Kilometer mit dem Rad zurück.

„Die wenigsten E-Biker laden Strom aus erneuerbaren Energien“

Eine „Radlerin aus Überzeugung“ ist auch Moni Hanke. Und auch sie ist der Ansicht, dass das Radeln (neben vielen anderen Sportarten) gut für die Gesundheit sein kann. Was sie allerdings sehr kritisch sieht, ist der Klimaschutzaspekt in Hinblick auf die vielen E-Bikes. Denn: „Die wenigsten E-Biker laden reinen Strom aus erneuerbaren Energien, ganz unabhängig von den bei der Produktion der Akkus erzeugten CO2-Emissionen.“ Zudem ist sie der Ansicht, dass „nur ein Wegfall der sonst mit dem Auto erledigten Fahrten wirklich klimagünstig ist“.

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