Wirtschaftsförderung

Erster Unternehmerinnentag stößt auf positive Resonanz

In angenehmer Atmosphäre, im  Magazin der Künstlerin Susanne Schalz, fand der 1. Unternehmerinnentag Gladbeck statt. Die Organisatorinnen haben eine Fortsetzung schon fest im Blick. 

In angenehmer Atmosphäre, im Magazin der Künstlerin Susanne Schalz, fand der 1. Unternehmerinnentag Gladbeck statt. Die Organisatorinnen haben eine Fortsetzung schon fest im Blick. 

Foto: Lutz von Staegmann

Gladbeck.  Erstes Frauentreffen informierte über neue Fehler- und Sicherheitskultur in Firmen. Ein Ziel der Veranstaltung im „Magazin“ war die Vernetzung.

Dies sei „ein historischer Tag“, sagte Ulrike Löwe vom Verband deutscher Unternehmerinnen eingangs ihres Referates im Magazin von Susanne A. Schalz an der Talstraße. Sie meinte den 1. Unternehmerinnentag Gladbeck, zu dem die Gleichstellungsbeauftragte und die Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung sowie der Verein zur Förderung der Gladbecker Wirtschaft (VGW) eingeladen hatten.

Rund 70 Unternehmerinnen und solche, die es werden wollen, waren gekommen. Silke Tappe vom Startercenter des Kreises war vor Ort, „weil es so viele Fragen rund um ein Start-up gibt“.

Der Gesprächsbedarf der Unternehmerinnen war enorm

Die Branchenvielfalt an diesem Abend war beeindruckend. Steuerberaterinnen, Autorinnen, Kosmetikerinnen oder die Betreiberin eines Fitnessstudios waren unter den Gästen. Gerade erst angefangen hat Coach und Hypnotiseurin Andrea Prüter: „Es spricht sich langsam herum“, sagt sie. Sie therapiert mit ihrer speziellen Methode Menschen, die das Rauchen aufgeben und Sportler, die ihre Leistung steigern wollen. „Auch vernünftiges Stressmanagement lässt sich erlernen.“ Schon 20 Jahre als selbstständige Kieferorthopädin ist Dr. Sabine Kinner unterwegs. „Ich glaube, dass ich hier auch meine Erfahrungen weitergeben kann.“

Das sei ein wichtiges Ziel dieser Veranstaltung, sagt Maria Jost von der städtischen Wirtschaftsförderung: „Wir wünschen uns, dass die Frauen miteinander ins Gespräch kommen, dass sich Kontakte und Vernetzungen entwickeln.“ Und der Gesprächsbedarf war nicht zu überhören, die Referenten konnten erst mit einer halben Stunde Verspätung beginnen.

Referentin sprach über „die neue Fehlerkultur“

Ulrike Löwe sprach über „Die neue Fehlerkultur“. Für manche ein gewagter Vergleich, der zwischen Luftfahrt und Gesundheitswesen angestellt wurde. Oft würden Fehler in der Medizin nicht als solche wahrgenommen. Das sei in der Luftfahrt anders, so die Referentin. Jedem Unfall folge eine Analyse, um es beim nächsten Mal besser zu machen: „Die neue Fehlerkultur bedeutet, dass man Fehler machen darf, denn nur dann findet Weiterentwicklung statt.“

Thematisch ähnlich argumentierte Alexander Steffen, Gründer des Unternehmens ProPilots GmbH in Bonn, langjähriger Fluglehrer und Einsatzpilot bei der Bundespolizei. Er referierte über „Sicherheitskultur in Organisation“. Es gelte, stets die Mitarbeiter „mitzunehmen“, damit diese „sich der eigenen Verantwortung für ihre Sicherheit und die der anderen bewusst werden“.

Die Vorträge boten viele Anregungen zur Diskussion

Die Vorträge boten viele Anregungen zur Diskussion. Wibke Roth, Redakteurin mit Schwerpunkt Gesundheit, warf den Begriff vom „Heldendilemma“ in den Raum. Dies sei das Streben nach Perfektionismus, das einer gelassenen Fehlerkultur widerspreche und schlimmstenfalls krank mache.

Ein erster Schritt zu einer Fortsetzung dieser Veranstaltung sei gemacht, bilanzierte eine zufriedene Maria Jost am Ende.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben