Vortrag

Ernährungsberaterin gibt Senioren Tipps zu gesundem Essen

Ernährungsberaterin Marianne Vaut ( l.) und Wilfried Menke (r.) und Friedhelm Horbach vom Seniorenbeirat wissen, was gesund ist.

Foto: Oliver Mengedoht

Ernährungsberaterin Marianne Vaut ( l.) und Wilfried Menke (r.) und Friedhelm Horbach vom Seniorenbeirat wissen, was gesund ist. Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.   Marianne Vaut will im Johannes-van-Acken-Haus Gladbecker Senioren über Vitamine und Mineralstoffe aufklären – und über genussvolle Ernährung.

Falsche Ernährung kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Das weiß eigentlich jeder. Aber: Es gibt viele Gründe (oder eher Ausreden), doch lieber die Konservendose zu öffnen, als Gemüse frisch zuzubereiten, zum „Fertigfutter“ zu greifen statt selbst zu kochen. „Bei älteren Menschen sind Fehlernährung beziehungsweise Folgekrankheiten wie Gicht, Rheuma und Diabetes II die häufigste Diagnose“, weiß Wilfried Menke vom Seniorenbeirat.

Grund genug für die Interessenvertretung der Älteren, im Rahmen ihres Jahresschwerpunkts „Bewegt und gesund älter werden in Gladbeck“ auch Ernährung zum Thema zu machen. Am Mittwoch, 21. Juni, stellt Gesundheitstrainerin Marianne Vaut die Frage „Essen und Trinken im Alter – (k)ein Problem?“. Die Veranstaltung des Seniorenbeirats beginnt um 15 Uhr im Johannes-van-Acken-Haus, Rentforter Straße 30. Die Teilnahme ist kostenlos.

Viele Senioren essen zu wenig Obst und Gemüse

„Viele ältere Menschen essen zu wenig Obst und Gemüse, nehmen also zu wenig Vitamine und Mineralstoffe zu sich“, sagt Marianne Vaut. Sie empfiehlt: drei Portionen Gemüse am Tag. „Einfach Kohlrabi, Möhren, Radieschen knabbern.“

Dazu sollten es zwei Portionen Obst sein. Zucker und Weißmehl sollte man meiden, ein- bis zweimal Fleisch oder Fisch pro Woche essen, Vollkornbrot dem Toast vorziehen und zwei Liter pro Tag trinken, am besten Wasser, Schorle oder Tee.

Die Referentin will nicht belehren

Auch wenn es sich vielleicht so anhört – mit erhobenem Zeigefinger kommt die Gesundheitstrainerin nicht daher. Stattdessen hat sie ein paar Tipps im Gepäck: „Gerade ältere Menschen sollten ab und zu gemeinsam essen, sich vielleicht zu viert zusammentun und jede Woche abwechselnd für die anderen mit kochen.“ Denn erstens entfalle dann die Ausrede: „Es lohnt sich nicht, für mich allein zu kochen“, und zweitens mache essen in Gesellschaft einfach mehr Spaß.

Und dann ist da noch der Aspekt der Bewegung – auch ein wichtiger Beitrag für Gesundheit und Wohlbefinden: „Ältere Menschen treiben ja nicht unbedingt Sport. Wer täglich einkaufen geht, um sein Essen zuzubereiten, hat auch ausreichend Bewegung.“

Marianne Vaut, Mitglied im Verband unabhängiger Gesundheitsberater Deutschlands, weiß, dass „nach einem solchen Vortrag nicht alle nach Hause gehen und alles richtig machen“, aber „das eine oder andere nehmen die Zuhörer ganz bestimmt mit“. Und „kleine Sünden“ beim Essen gesteht sich die Gesundheitsexpertin sogar selber zu: „Mein Motto lautet: Wer nicht genießt, wird ungenießbar.“

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