Butendorf

Ein Hochhaus wird porträtiert

Foto: WAZ FotoPool

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Gladbeck. Es kommt nicht gerade alle Tage vor, dass ein Gladbecker Wohngebäude zum zentralen Thema einer aufwändigen 55-Minuten-Hörfunk-Dokumentation wird: Am Sonntag, 24. Januar, um 11.05 Uhr ist es auf WDR 5 so weit.

Dann sendet das 5. Radioprogramm des Westdeutschen Rundfunks das „Porträt eines Hochhauses: Neun Stockwerke Deutschland”. Es geht um das Hochhaus an der Steinstraße in Butendorf.

Wie kommt Film- und Hörfunk-Autor Reinhard Schneider, der mit seiner Produktionsfirma in Berlin angesiedelt ist, auf Gladbeck und auf Butendorf? „Das ist nicht so schwer zu erklären”, sagte Schneider am Mittwoch auf WAZ-Anfrage. „Ich bin gebürtiger Gelsenkirchener. Ich habe Verwandtschaft in der Region, ich kenne natürlich auch Gladbeck und dieses Haus hat mich besonders interessiert.”

Lange Laubengänge, rechter Winkel - ein besonderes Hochhaus

Besonders interessiert? „Ja”, sagt der Radio-Autor. Und er hat einige markante Gründe dazu parat: Die Stadtplanung zum Beispiel. Ursprünglich sollte dieses Hochhaus ja Teil einer viel umfangreicheren Hochhaus-Anlage werden. Doch es blieb bei dem alleinstehenden neunstöckigen Gebäude, das mittlerweile von neu gebauten Eigenheimen umgeben ist.

Das Butendorfer Hochhaus, 1972 errichtet, weist mit seinen langen offen Laubengängen und seiner Bauweise im rechten Winkel zudem einige architektonische Besonderheiten auf, die die Kommunikation der Bewohner untereinander fördern. Hier findet man „immer Anschluss”, wie auch Bewohnerin Bianca in dem Radio-Feature erläutert. 200 Menschen leben laut Reinhard Schneider in den 120 Wohnungen.

Die Bewohner ein Jahr lang begleitet

Reinhard Schneider hat die Butendorfer Hochhaus-Bewohner ein Jahr lang mit dem Mikrofon begleitet und dabei, so die WDR-Pressestelle, „eine Art Dorf in der Vertikalen” entdeckt, in dem vieles tagtäglich Miteinander gelebt und erfahren wird. Bianca sagt dazu in dem WDR-5-Beitrag:

„. . .man sieht regelmäßig die Leute huschen, man trifft mehrere Leute mit anderen Tieren, mit anderen Hunden, wenn man rausgeht – das ist genau das Optimale für mich.”

Neben dem WDR zählt auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) zu den Produzenten des ungewöhnlichen Hochhaus-Features. Der Radiobeitrag von Reinhard Schneider ist auf WDR 5 auch noch einmal am Montag, 25. Januar, um 20.05 Uhr zu hören.

Immer wieder auch Ruhrgebiets-Themen dokumentiert

Autor Reinhard Schneider hat sich in den letzten Jahren immer wieder auch Ruhrgebiets-Themen ins Visier genommen. Um Bergleute im Ruhrgebiet ging es etwa in dem Hörstück „Unter Tage”, produziert im Jahr 1991. Im Jahr 1989 erstellte Reinhard Schneider ein akustisches Reisetagebuch zum Thema „Ruhrgebiet”. Um die Arbeit bei Opel in Bochum ging es in „Maschine, Mensch und Fließbandtakt” im Jahr 1992.

Weitere Infos:

http://www.schneiderfilm.com/

Fotos: Hochhaus an der Steinstraße 72 in Butendorf; von Franz Meinert.

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