Geburtstag

Ehemalige Lehrerin Paula Kukla feiert 95. Geburtstag

Paula Kukla feiert ihren 95. Geburtstag. Vielen Gladbeckern ist sie als Lehrerin in Erinnerung geblieben.

Foto: Thomas Schmidtke

Paula Kukla feiert ihren 95. Geburtstag. Vielen Gladbeckern ist sie als Lehrerin in Erinnerung geblieben. Foto: Thomas Schmidtke

Gladbeck.  Paula Kukla war Volksschullehrerin mit Leib und Seele. An die Schulzeit erinnert sich die Seniorin noch immer gerne – auch an ihrem Geburtstag.

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Schon mit zwölf Jahren wird jedem bewusst: ab jetzt wird es eng mit den Kerzen auf dem Geburtstagskuchen. Vierzehn Tage jung war Paula Kukla, die damals noch Röther hieß, als sie über Ostpreußen, Danzig, nach Deutschland kam, „zu der schönsten Stadt im Kohlenpott, Gladbeck, Horster Straße 119“, erzählt sie, und ist dabei ein bisschen nostalgisch. Das ist nun schon 95 Jahre her.

„Mit meinem reiselustigen Gatten habe ich viel erlebt“, sagt sie stolz. In Hongkong hat sie Freunde aus Bottrop wieder getroffen, und in der Türkei nach 32 Jahren ihren damaligen Lieblingsschüler wiedergesehen, „er hat mir immer die bösen Mädchen verpetzt“, erzählt sie und lacht. Aber auch in Gladbeck war Paula Kukla viel unterwegs, denn sie unterrichtete in acht Schulen – vierzig Jahre lang.

Volksschullehrerin mit Herz und Seele

„Der Beruf als Volksschullehrerin war mir das Wichtigste. Ich tat das mit Herz und Seele.“ Sie entschied sich damals für die Oberklassen, „denn dabei kann man sich selber weiterbilden.“ Kein Wunder, in den damaligen Volksschulen musste sie zehn bis zwölf Fächer unterrichten, von Religion über Handarbeit und Geschichte bis Naturkunde. „Die jungen Leute, die heutzutage Pädagogik studieren, müssen zwei Fächer lernen. Wir mussten alles können!“ 1968, als die Volksschulen in Grund- und Hauptschulen aufgeteilt wurden, entschied sich Paula Kukla für die Grundschule.

Bis zum Schlaganfall mit 91 Jahren, der sie einseitig lähmte, fuhr sie noch mit Fahrrad und Auto durch Gladbeck. Doch einen Lieblingsort in der Stadt zum Entspannen kann sie nicht nennen, „ich war immer voll beschäftigt“. Ihren Lebensabend verbringt Paula Kukla im Eduard-Michelis-Haus – und ist immer noch aktiv. Regelmäßig bringt sie Gedanken über Religion und Politik aufs Papier: „Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich schreibe.“ Vor sechs Monaten starb ihr Ehemann, mit dem sie 61 Jahre verheiratet war. Ihre Erinnerungen hält sie alle fest: „Am liebsten schreibe ich über unsere Reisen.“

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