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Die Polizei gibt Tipps: Einbrechern einen Riegel vorschieben

Die Polizeihauptkommissare Rüdiger Kümmel (rechts) und Michael Bloom beantworteten auf dem Wochenmarkt in der Gladbecker Innenstadt Fragen zum Einbruchschutz. Foto:Michael Korte

Die Polizeihauptkommissare Rüdiger Kümmel (rechts) und Michael Bloom beantworteten auf dem Wochenmarkt in der Gladbecker Innenstadt Fragen zum Einbruchschutz. Foto:Michael Korte

Kampagne der Polizei will Bürger sensibilisieren, sich besser zu schützen. Beamte versorgten Wochenmarkt-Besucher in Gladbeck mit Informationen.

Wohnen Sie sicher? – Das ist die Schlüsselfrage, wenn Rüdiger Kümmel mit seinen Kollegen Michael Bloom und Ralf Benning für die Aktion „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ Posten auf dem Marktplatz in der Innenstadt bezieht. Die Polizeibeamten kommen an diesem Donnerstag mit vielen Passanten ins Gespräch, die zwischen Käse und Gemüse jede Menge Informationen zum Einbruchschutz mit nach Hause nehmen.

Flyer und das Gespräch mit Polizisten

Sei es, dass sie einen Flyer oder eine ausführliche Broschüre einpacken; sei es, dass sie sich mit den Beamten über Erfahrungen als Opfer unterhalten oder, mit einem gewissen Stolz in der Stimme, berichten, was sie bereits als Prävention unternommen haben. Und das ist schon so einiges: Pilzkopfverriegelung, abschließbare Fenster- und Türgriffe, Bewegungsmelder, automatische Jalousien – die Menschen machen sich Gedanken. Und zwar viel mehr als vor zehn Jahren, stellt Rüdiger Kümmel fest: „Da hat man erst etwas getan, wenn man Opfer von Einbrechern wurde.“

Empfehlung: Pilzkopfbeschläge nachrüsten

Eine Passantin ruft dem Polizisten zu: „Wir haben alles sichern lassen.“ Der ältere Herr, dessen Zuhause Fenster aus dem Jahre 1986 hat, möchte „auf jeden Fall nacharbeiten“. Aber: „Ich will nicht alle Fenster rausreißen!“ Rüdiger Kümmel beruhigt ihn: „Das müssen Sie auch nicht. Lassen Sie doch Pilzkopfbeschläge anbringen!“ – „Was kostet das?“ – „300 bis 350 Euro pro Fenster“, so der Polizist. Der Gladbecker findet jedoch: „Das ist viel Geld!“ Sicher, aber wieviel sei ihm seine Sicherheit wert?

Aufmerksame Nachbarn sind wichtig

Aber auch Handgriffe, die keinen Cent kosten, haben Wirkung. So rät Kümmel beispielsweise: „Immer die Tür abschließen, auch wenn man nur kurz die Wohnung verlässt.“ Ein Fenster auf Kipp – geradezu eine Einladung für Einbrecher. Also: Fenster schließen, „selbst wenn man nur kurz die Wohnung verlässt“.

Die Polizei alarmieren

Das A und O sei jedoch eine gute Nachbarschaft, die aufmerksam ist. Allerdings nicht so, wie der Beamte es einmal erlebt hat: Da rief eine Frau bei der Polizei an, weil sie eine Ruhestörung melden wollte. In ihrer Nachbarschaft zersplitterte eine Glasscheibe. Durch das Geräusch fühlte sich die Frau gestört. „Dass in einen Laden eingebrochen wurde, sagte sie erst später“, erzählt Kümmel. Nachbarn, die aufpassen, Post aus einem überquellenden Briefkasten nehmen und im Ernstfall unter der Nummer 110 die Polizei alarmieren, die seien die besten Polizisten.

Doch bei allen vorbeugenden Maßnahmen weist Kümmel darauf hin: Einbrecher beobachten genau. Rollläden, die immer zur gleichen Zeit runtergehen, sind für sie ein Anzeichen, dass niemand zu Hause ist. Kümmel weist darauf hin: „80 Prozent der Tageswohnungseinbrüche geschehen zwischen 9 und 19 Uhr, wenn die Bewohner außer Haus sind, zum Beispiel bei der Arbeit.“ Da sollte potenziellen Eindringlingen die Tat so schwer wie möglich gemacht werden.

Weiterer Termin auf den Markt in Brauck

Während der landesweiten Aktionswoche „Riegel vor! Sicher ist sicherer!“ informiert die Polizei ein weiteres Mal in Gladbeck. Die Beamten stehen heute (26. Oktober) von 9 bis 13 Uhr auf dem Wochenmarkt in Brauck.

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