Klassentreffen

Die 1. Lore der Zeche Soko feiert Wiedersehen nach 40 Jahren

Nach der Besichtigung der Schule trafen sich die Ex-Schüler und -Lehrer in der Gaststätte Alte Post.

Foto: Frank Oppitz

Nach der Besichtigung der Schule trafen sich die Ex-Schüler und -Lehrer in der Gaststätte Alte Post. Foto: Frank Oppitz

Gladbeck.   Der Abitur-Jahrgang 1977 des Heisenberg Gymnasiums war der erste in der Geschichte der Schule. Zum 40-Jährigen kam auch Schulleiter Sokolowski.

Arbeiten heißt im Ruhrgebiet Malochen. Weil Pauken auch Maloche ist, nennt sich der Abi-Jahrgang 1977 des Heisenberg-Gymnasiums „1. Lore der Zeche Soko“. Beim Klassentreffen nach 40 Jahren wurde der Namensgeber am Samstag bejubelt wie ein Rockstar: Herbert Sokolowski, erster und langjähriger Schulleiter.

Im Gasthof Alte Post feierten 43 von 66 Absolventen des Heisenberg-Gymnasiums Wiedersehen. Aus ganz Deutschland waren viele angereist, manche hatten es sogar noch weiter. So wurde Birgit applaudiert, die aus Südfrankreich gekommen war, und auch Bernhard stürmisch begrüßt, der in Peking lebt. Das toppte Klaus, der mittlerweile in Houston/Texas lebt und arbeitet. Kunert, Mitorganisator und der Mann am Mikro, erläuterte: „Peking ist über 7800 Kilometer, Houston über 8200 Kilometer entfernt.“

Ehemalige Lehrer werden mit lautem Hallo begrüßt

Locker-lässig war die Stimmung wie bei einer Party, die bei aller Lockerheit exakt geplant war und ein Jahr lang vorbereitet wurde. Beamer und Leinwand, Mikro und Lautsprecher – alles war da. Es gab auch reichlich zu sehen: Bilder aus alten Zeiten und vor allem Schmalspurfilme, darunter von Klassenfahrten nach München, an die niederländische Küste und von einem Kegelturnier. „Ludger Kuhlmann hat die Filme mitgebracht“, so Ralf Marenski, der zusammen mit Karl Kunert, Andrea Lang, Elke Littmann und Markus Zimolong das Fest organisiert hatte.

Mit lautem Hallo und Beifall wurden auch ehemalige Lehrer begrüßt, darunter Gregor Hillbrand, der Biologie, Chemie und Erdkunde unterrichtet hatte. Ulrike Muntenbeck-Tullney („damals nur Muntenbeck“) unterrichtete Englisch und Pädagogik. Waren es schlimme, freche Schüler? Sie lacht. „Ach was. Es war eine schöne Zeit. Der Altersunterschied ist auch nicht so riesig groß.“

VieleEx-Heisenberger blieben nach der Schulzeit miteinander in Kontakt

Die Abiturfeier fand 1977 in Kirchhellen bei Schulte-Wieschen statt. Den Gasthof gibt es nicht mehr. Die Abi-Feier war eine eher legere Party gewesen – nicht so wie heutzutage, wo Abiturienten sehr viel Wert darauf legen, sich in teurem Anzug und exklusivem langen Kleid zu präsentieren.

Sehr spannend fanden viele den gemeinsamen Rundgang durch ihre alte Schule. Spannend ja, aber in gewisser Weise auch schrecklich, meinte Ralf Marenski auf Nachfrage der WAZ, denn „es kommt einem alles so winzig und abgenutzt vor.“ Auch wurde – in kleinerer Runde – ein Abstecher ins Martin Luther Forum Ruhr gemacht, dessen Initiator und Fördervereinsvorsitzender Dr. Martin Grimm ebenfalls zur 1. Lore Zeche Soko zählt.

Viele Ex-Heisenberg-Absolventen blieben nach der Schulzeit in gutem Kontakt untereinander. Es gab große Klassentreffen nach zehn Jahren, danach alle fünf Jahre. 2022 steht das nächste Wiedersehen der „1. Lore der Zeche Soko“ in allen Kalendern. Wahrscheinlich kommen einige früher in ihre alte Heimat Gladbeck: Das Heisenberg-Gymnasium feiert 2018 das 50-jährige Bestehen.

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