Europawahl 2019

Deutlicher Sieg für die Grünen bei der Gladbecker Juniorwahl

Anstehen für die Wahl: Schülerinnen und Schüler der 7. bis 11. Jahrgangsstufe gaben im Riesener-Gymnasium ihre Stimme für die Juniorwahl ab.

Anstehen für die Wahl: Schülerinnen und Schüler der 7. bis 11. Jahrgangsstufe gaben im Riesener-Gymnasium ihre Stimme für die Juniorwahl ab.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Schüler des Riesener-Gymnasiums nutzten die Gelegenheit, ihre Stimme begleitend zur Europawahl anzugeben. Ergebnis: Der Umweltschutz ist wichtig.

Ein eindeutiges Ergebnis und deutlichen Hinweis darauf, dass der Umweltschutz der Gladbecker Jugend wichtig ist, hat die Juniorwahl zur Europawahl am Riesener-Gymnasium ergeben: Mit 33,4 Prozent der gültigen Stimmen liegen die Grünen mit klarem Abstand vor der SPD, die nur 18 Prozent wählten.

Genau 472 Schülerinnen und Schüler von der 7. bis zur 11. Jahrgangsstufe waren zur Juniorwahl eingeladen worden. Von ihnen nutzten 87,9 Prozent als Minderjährige die Möglichkeit, ihre Stimme als Meinungsbild zur Europawahl abzugeben.

AfD erhält nur 4,2 Prozent der Stimmen

Drittstärkste Partei, mit 13,5 Prozent der Stimmen ist bei den Junioren die FDP, gefolgt von der CDU (8,2 %), Die Linke (6,5 %), Tierschutzpartei (5,7 %), AfD (4,2 %), Die Partei (2 %), Piraten (1,7 %), BIG (1,2 %) und NPD (1 %). Im Trend deckt sich das Gladbecker mit dem Bundesergebnis der Juniorwahl bei den Spitzenplätzen von Grünen (33,9 %) und SPD (12,2 %), wobei hier aber die CDU (10,7 %) vor der FDP (7,4 %) liegt.

„Wir freuen uns sehr, dass 95 Prozent unserer Schülerinnen und Schüler pro europäisch gewählt haben und nur ein geringer Teil sich für eine antieuropäische Partei ausgesprochen haben“, sagt Riesener-Lehrerin Anika Arkenau, die die Juniorwahl koordinierte. Das Gladbecker Ergebnis sei ein Abbild der Wählergruppe der 18- bis 24-Jährigen bei der Europawahl. „Es zeigt eindeutig, dass die Themen der Grünen unsere Schülerinnen und Schüler am meisten bewegen und die Prioritäten unserer Schülerinnen und Schüler beim Klimaschutz, der Nachhaltigkeit und der Gerechtigkeit liegen.“

Die Meinung der Schüler hören und ernst nehmen

Die hohe Beteiligung, mit der am Gymnasium gewählt worden sei belege, so Direktorin Verena Wintjes, „dass Jugendliche sich mit ihrer Zukunft beschäftigen und man ihre Meinung hören und ernst nehmen sollte“. Man sehe anhand des Ergebnisses, sagt Schülersprecherin Laura Igelbüscher (15), „dass die großen Volksparteien eher die Interessen der älteren Generation vertreten und bei uns auf wenig Zustimmung stoßen. Für uns Schüler ist es sehr wichtig, dass sich Parteien mit der Umwelt auseinandersetzen“.

Bundesweit beteiligten sich 484.471 Kinder und Jugendliche an 2760 Schulen. Laura Igelbüscher ist sich sicher , dass mit der Juniorwahl auch ein weiteres Ziel des Projektes erreicht wurde: „Sie hat einigen von meinen Mitschülern geholfen, Hemmungen abzubauen und dazu geführt, dass sie künftig auch an den realen Wahlen teilnehmen wollen.“

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