Straßenbauprojekt

Der Umbau der Wiesmannstraße kommt im Frühjahr 2020

Im Frühjahr wird weitergebaut: Der Rest der Horster Straße und die Wiesmannstraße werden neu gestaltet. In Höhe der Breukerstraße entsteht ein Kreisverkehr.

Im Frühjahr wird weitergebaut: Der Rest der Horster Straße und die Wiesmannstraße werden neu gestaltet. In Höhe der Breukerstraße entsteht ein Kreisverkehr.

Foto: Lutz von Staegmann

Gladbeck.  Der Bauausschuss stimmt den Plänen zu, die auch dem Klimawandel Rechnung tragen. An der Breukerstraße entsteht Gladbecks größter Kreisverkehr.

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Die Vollendung des Umbaus der Horster Straße rückt näher: Ab kommenden Frühjahr baut die Stadt das Reststück der Hauptverkehrsstraße in Brauck in Höhe der Breukerstraße samt Kreisverkehr um. Gleichzeitig wird die komplette Wiesmannstraße bis auf das Gelsenkirchener Stadtgebiet neu gestaltet. „Damit endet ein Jahrzehnteprojekt, dem wir alle entgegenfiebern“, so György Angel (SPD), Vorsitzender des Bau- und Planungsausschuss, der sich am Donnerstagabend mit dem Projekt beschäftigte und grünes Licht gab.

4,7 Millionen Euro investiert die Stadt in den Straßenumbau, 3,6 Millionen davon gibt es als Zuschüsse vom Land. Die Umgestaltung wird ähnlich wie in den zuvor umgebauten Abschnitten der Horster Straße erfolgen. Die Wiesmannstraße wird allerdings künftig pro Richtung nur ein Spur haben, der Radverkehr kommt auf die Straße. Der Kreisverkehr erhält einen Durchmesser von 40 Metern – und wird der größte Kreisverkehr in Gladbeck. Noch vor Weihnachten sollen sämtliche Arbeiten ausgeschrieben werden.

Die Stadt baut erstmals eine dem Klimawandel angepasste Straße

Mit den Plänen würde die Wiesmannstraße, auf der das Hauptaugenmerk liegt, „innovativ und zukunftsfähig ausgebaut“, so Stadtbaurat Dr. Volker Kreuzer, der vor allem auf klimarelevante Aspekte verwies. „Wir bauern hier erstmals eine dem Klimawandel angepasste Straße.“ Das sei etwas Außergewöhnliches, auch im Vergleich zu anderen Städten im Revier.

Es werde einen „wassersensiblen Umbau“ geben mit Entwässerungsmulden im grünen Mittelstreifen und unterirdischen Mulden-Rigolen-Systemen, die das Regenwasser speichern können. Einmal, um bei Starkregen vor allem die tieferliegenden Wohngebiete im Südwesten der Straße vor Überflutungen zu schützen. Zum anderen, um bei Trocken- und Hitzephasen die Gehölze (vor allem Platanen), die über den Rigolen neu gepflanzt werden, zu bewässern. Fällt zuviel Regen, kann das Wasser, das auch von den Fahrbahnen in die Mulden läuft, über Notüberläufe in den Mischkanal fließen. Grundsätzlich soll über dieses System mehr Oberflächenwasser versickern, auf die übliche Straßenentwässerung per Kanal wird verzichtet. Die Gehölze am Straßenrand (Feldahorn) werden übrigens mit einem unterirdischen Bewässerungssystem ausgestattet – ein Novum in Gladbeck. Das erspart in Hitzesommern das Bewässern durch den ZBG. Insgesamt werden 87 neue Bäume gepflanzt, aber zuvor müssen alle 39 Bäume auf der Südseite der Wiesmannstraße und im Mittelstreifen gefällt werden. Die Planer verweisen darauf, dass 1800 Quadratmeter Fläche entsiegelt werden.

Der neue Kreisverkehr als Eingangstor zur Stadt wird 40 Meter groß

Auffälligste Änderung, die die Ausbaupläne vorsehen, des bisherigen Straßenraums wird der Bau des Kreisverkehrs als neues attraktives Eingangstor zur Stadt sein. Künftig wird neben Horster Straße, Wiesmann- und Breukerstraße auch der Nebenarm der Horster Straße direkt an den Kreisverkehr angeschlossen. Um die Befahrbarkeit im Kreisel auch für Lkw zu gewährleisten, wird die Asphaltfahrbahn durch einen innenliegenden Betonstreifen verbreitert. Der Innenbereich des Kreisverkehrsplatzes wird leicht aufgeschüttet und mit Stauden sowie zwei Zierapfelbäumen bepflanzt. Im Winter könne ein beleuchteter Weihnachtsbaum aufgestellt werden.

Neben der Fahrbahn (3,25 Meter plus 1,50 Radweg sowie 50 Zentimeter Schutzstreifen) wird es auf beiden Straßenseiten einen Parkstreifen (2,30 Meter, unterbrochen von Grünbeeten und Querungsstellen) sowie einen Gehweg von mindestens drei Metern Breite geben. SPD und Grüne lobten die „attraktive, klimafreundliche Planung“, CDU und Linke kritisierten den Radweg, der ihnen zu schmal ist. Am Ende gab es Zustimmung bei einer Enthaltung.

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