Müllvermeidung

Der Mehrwegbecher der Stadt Gladbeck verkauft sich gut

Gut für die Umwelt: Der „Gladbecher“ ist seit Juni im Handel und er verkauft sich nicht schlecht.

Gut für die Umwelt: Der „Gladbecher“ ist seit Juni im Handel und er verkauft sich nicht schlecht.

Foto: Lutz von Staegmann

Gladbeck.  Seit Juni hat die Stadt Gladbeck einen eigenen umweltfreundlichen Trinkbecher. Der „Gladbecher“ könnte sogar ein begehrtes Sammlerobjekt werden.

Müll vermeiden kann so einfach sein. Vor allem, wenn es darum geht, sich sinnvolle Alternativen zu Einwegbechern zu überlegen. Die Stadtverwaltung setzt in diesem Punkt auf den „Gladbecher“. Er ist seit kurzem in der Stadt im Handel – und verkauft sich gar nicht so schlecht, wie Stadtsprecherin Christiane Schmidt erklärt.

Das grüne Gladbeck-Logo schmückt den „Gladbecher“

Natürlich schmückt das neue, grüne Gladbeck-Logo, entworfen fürs Stadtjubiläum, den umweltfreundlichen Mehrwegtrinkbecher mit dem schlichten schwarzen Deckel. Die „Coffee-to-go_becher“ werden in allen Städten immer mehr zum Problem. Sie belasten die Umwelt, und sie landen oft genug auch nicht im Mülleimer, sondern werden achtlos auf die Straße geworfen. Nach Schätzung der Verbraucherzentrale NRW nutzt jeder Deutsche jährlich im Schnitt 130 solcher Wegwerfbecher.

Mit dem Kauf des neuen Gladbechers kann nun in der Stadt ein deutliches Zeichen in Sachen Umweltschutz und gegen diesen Müllberg aus Einweggeschirr gesetzt werden. Der Becher ist zum Preis von 4 Euro an insgesamt 13 Verkaufsstellen in der Innenstadt zu haben. Es gibt ihn in der Gladbeck Information im Alten Rathaus, aber auch unter anderem in einigen Bäckereien, Cafés und an Tankstellen. Der Vorteil: Wer den Becher mitbringt, erhält einen Rabatt auf seinen Tee oder Kaffee.

In der ersten Auflage gibt es 1300 Becher

1300 Becher hat die Stadtverwaltung geordert und an die teilnehmenden Verkaufsstellen verteilt. „Einige haben auch bereits Becher nachgeordert.

Besonders gut verkauf er sich bei Geschenke Hahne“, sagt Christiane Schmidt. In der Gladbeck Information hingegen sei die Nachfrage aktuell nicht so groß. Gut 400 Stück seien dort noch auf Lager.

Spätestens in den Wochen vor Weihnachten, da ist sich die Stadtsprecherin sicher, wird sich das aber ändern. Dann sei die Gladbeck Information immer sehr gut besucht, weil viele auf der Suchen nach kleinen Geschenken seien. „Spätestens dann wird sich der Gladbecher auch im Rathaus gut verkaufen.“

Die erste Auflage des Gladbecker Mehrwegbechers könnte sich sogar einmal zu einem begehrten Sammlerobjekt entwickeln, schließlich ist er, könnte man sagen, eine Art Fehldruck: Neben dem Gladbeck-Logo sind alle Stadtteile genannt. Alle – bis auf Rentfort.

„Bei einer Neuauflage werden wir das natürlich ändern“, verspricht Christiane Schmidt. Doch die wird natürlich erst geordert, wenn die alten Gladbecher alle vergriffen sind.

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