Auschwitz-Gedenken

Das Bündnis für Courage gedenkt der Auschwitz-Befreiung

Roger Kreft vom „Gladbecker Bündnis für Courage“ liegt es am Herzen, junge Menschen in den Kampf gegen Rechtspopulismus einzubinden. Schüler des Ratsgymnasiums und des Heisenberg-Gymnasiums bereiten eigene Beiträge für das Auschwitz-Gedenken am 27. Januar vor.

Roger Kreft vom „Gladbecker Bündnis für Courage“ liegt es am Herzen, junge Menschen in den Kampf gegen Rechtspopulismus einzubinden. Schüler des Ratsgymnasiums und des Heisenberg-Gymnasiums bereiten eigene Beiträge für das Auschwitz-Gedenken am 27. Januar vor.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Zum Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar tragen Schüler eigene Beiträge vor. Gastredner: Alexander Häusler.

Auschwitz – dieses Stichwort steht für Gräuel und Mord während des Nationalsozialismus’. Die Rote Armee befreite schließlich die Menschen in diesem Konzentrationslager. Dieses Datum jährt sich am 27. Januar zum 75. Mal. Daran erinnert eine Gedenkveranstaltung des Gladbecker Bündnisses für Courage – auf den Tag genau im Heisenberg-Gymnasium an der Konrad-Adenauer-Allee. Beginn: 19 Uhr.

Gladbeck: Das Bündnis für Courage organisiert seit Jahren die Gedenkfeier

Ein Anlass, sich die Geschehnisse der Geschichte in Erinnerung zu rufen. Und genau das liegt den Courage-Aktiven am Herzen: Dieses Kapitel soll nicht in Vergessenheit geraten. Angesichts des fortgeschrittenen Alters von Überlebenden und Zeitzeugen meint Bündnis-Sprecher Roger Kreft: „Uns ist es wichtig, möglichst viele Schüler in unsere Aktivitäten einzubinden.“

Das tut das Bündnis für Courage, seit es vor gut zehn Jahren erstmals eine Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz organisierte, und so wird es auch diesmal sein. Schüler des Ratsgymnasiums und des Heisenberg-Gymnasiums werden eigene Beiträge zur Veranstaltung beisteuern. In Wort, Bild und Musik setzen sich die jungen Mitwirkenden mit dem Thema auseinander.

Lehrerin Maria Hoffrogge vom Ratsgymnasium plant mit ihren Schülern beispielsweise eine Lesung mit Texten jüdischer Schriftsteller. „Zum ersten Mal haben wir keine Band oder Musiker eingeladen“, sagt Kreft. Diesen Part will diesmal die Gruppe des Ratsgymnasiums selbst übernehmen. Schülerin Kati Kurella wird an den Tasten sitzen.

„Bereits mehrfach an der Gedenkveranstaltung beteiligt war Dr. Carmen Giese vom Heisenberg-Gymnasium mit ihren Schülern“, sagt Kreft. Für dieses Mal haben sie sich drei Programm-Beiträge vorgenommen. Den Besuchern sollen Biografien von Holocaust-Überlebenden vorgestellt werden, eine kleine Ausstellung erzählt von „Musikern des Holocausts“. Zudem wollen Heisenberg-Schüler Parallelen von damals und heute aufzeigen: die Anfänge des Antisemitismus zur Zeit des Nationalsozialismus und die aktuelle Situation. Kreft: „Nicht nur ich bin in großer Sorge, dass es bald wie 1933 ist.“

Er wolle bei der Begrüßung der Gäste ebenfalls eine Brücke von der Historie zur aktuellen Entwicklung schlagen. „Jeder vierte Deutsche denkt antisemitisch, das hat eine repräsentative Umfrage ergeben“, so Kreft.

Er geht davon aus, dass auch der Gastredner Alexander Häusler den „Schlenker zur AfD“ machen wird. Der Sozialwissenschaftler wolle zum Thema „Erinnerungsabwehr und völkisch-autoritärer Populismus in Deutschland“ referieren.

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