Soiree

„Climax Band Cologne“ bringt Publikum zum Tanzen

Die „Climax Band Cologne“ bereitete den Musik-Fans in der Jazz-Soiree im Stadthallen-Foyer eine beschwingte Zeit.

Die „Climax Band Cologne“ bereitete den Musik-Fans in der Jazz-Soiree im Stadthallen-Foyer eine beschwingte Zeit.

Foto: Michael Korte

Gladbeck.  Die sechsköpfige „Climax Band Cologne“ gastierte im Foyer der Matthias-Jakobs-Stadthalle. Auf dem Programm stand unter anderem Louis Armstrong.

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Nach zwei Jahren war die „Climax Band Cologne“ wieder der Einladung des Jazzclubs Gladbeck gefolgt. Gut 70 Besucher begrüßte Bandleader und Saxofonist Klaus Wegener am Freitagabend. Seine Band ist musikalisch breit aufgestellt: „So gesehen spielen wir Stil-los. Wir spielen einfach alles, was Spaß macht.“ Zum Auftakt gab’s Swing-Klassiker: „A-Train“ und „Tuxedo Junction“.

Zu manchen Stücken gab es gleich noch Wissenswertes dazu. „Jambalaya war einer der größten Hits des kürzlich verstorbenen Fats Domino“, erklärte der „singende Posaunist“ Bernt Laukamp. Das Stück entpuppte sich als eingängige Mischung aus Jazz und Rock’n’Roll. Zwischendurch tauschte Laukamp das Gesangsmikro gegen seine Posaune, um seine Improvisationskunst unter Beweis zu stellen.

Tanz zu „Puttin‘ on the Ritz“

Danach reichte der Musiker das Mikro weiter an den Bassisten Clemens Hüppe und der Schauplatz wechselte von Louisiana nach Spanien: „Lady of Spain“ stand auf dem Programm. Bei „Puttin‘ on the Ritz“ – auf Deutsch: „sich für das Hotel Ritz anziehen“ – versprühte Klaus Wegener mit seiner Klarinette akustisch das Flair der späten 20er und frühen 30er Jahre. Als Trompeter Martin Reuthner zum Flügelhorn griff und Wegener zur Querflöte, tanzten zwei Besucher sogar.

Wegener kündigte später ein paar Schmankerl an, „die Louis Armstrong teilweise komponiert oder zumindest gerne gespielt hat. Die verlangen dem Trompeter viel ab, aber glücklicherweise haben wir einen, der das kann.“ Clemens Hüppe hängte sich ein Banjo um, Keyboarder Hans Fücker griff zur Posaune und fertig war die Dixieland-Formation.

Erinnerung an Rod Mason

Dieser Ausflug in die Anfangszeit des Jazz hatte seinen Grund: Der im Januar verstorbene britische Jazztrompeter Rod Mason gehörte zu den besten, die Louis Armstrongs Musik am Leben hielten – und er war ein langjähriger Kollege von Wegener und Stammgast in Gladbeck. Als Erinnerung an ihn spielte die Band unter anderem „Hello, Dolly“ und „High Society“.

Die Band bewies jederzeit viel Energie, Drive, Improvisationskünste und eine große stilistische Vielseitigkeit, was das Publikum mit entsprechendem Applaus bestätigte. Zwischendurch wies Gastgeber Wolfgang Röken, der Leiter des Jazzclubs Gladbeck, auf die letzten Termine des Jahres hin: „Sisters and Brothers in Concert“ am 2. Advent und „Rocking Boogie around the Christmas Tree“ am 3. Advent.

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