GOSPEL-KONZERT

Chor „Morning Star“ präsentiert das Beste aus zehn Jahren

Unter der Leitung von Mario Tobies (links) studiert der Gospel-Chor „Morning Star“ seit zehn Jahren Konzert-Programme ein, die Besucher in der Zweckeler Kirche St. Stephani begeistern.

Unter der Leitung von Mario Tobies (links) studiert der Gospel-Chor „Morning Star“ seit zehn Jahren Konzert-Programme ein, die Besucher in der Zweckeler Kirche St. Stephani begeistern.

Foto: Lutz von Staegmann

gladbeck.   Mario Tobies (31) feiert als Leiter des Zweckeler Gospel-Chores „Morning Star“ einen runden Geburtstag. Erstmals gibt’s Konzerte im Dreierpack.

Mit „Hallelujah“ hatte Leonard Cohen seine Zuhörer mitten ins Herz getroffen, und der Song steht auch bei den Fans des Zweckeler Gospel-Chores „Morning Star – Voices for the Lord!“ ganz oben auf der Favoritenliste. „Eine Umfrage in unserem Publikum hat im vergangenen Jahr ergeben, dass dieses Lied mit 100 Stimmen Vorsprung vorne lag“, sagt Mario Tobies. Aber auch der Gospel-Klassiker „Oh happy day“ stehe hoch in der Gunst der Konzert-Besucher, sagt der Chorleiter. Der 31-Jährige leitet zehn Jahre die Gospelsingers, die Jahr für Jahr umjubelte Konzerte in der St.-Stephani-Kirche geben. Zehn Jahre Probearbeit, Auftritte, Erfahrungen – sie fließen ein in drei Konzerte zu Tobies’ rundem „Geburtstag“ als Chorleiter.

Fans werden stutzen: drei Konzerte? Ja, „denn der Andrang war im Vorjahr wieder so groß“. Tobies zählt auf: „Schon im Jahr 2015 haben wir eine öffentliche Generalprobe abgehalten, weil 80 Leute keine Karte fürs Konzert bekommen haben. 2016 waren es schon 160 Menschen ohne Ticket.“ Deshalb haben die „Morning Stars“ diesmal eine Generalprobe umfunktioniert zu einem Konzert, so dass Chor und Musiker an drei Terminen singen und spielen: am 5., 6. und 7. Oktober, jeweils ab 19.30 Uhr. Einlass ist um 18 Uhr. Mario Tobies kündigt an: „Die Band Undivided Heart spielt an allen drei Abenden ab 18.30 Uhr. Und dann heißt es: Bühne frei für Best of zehn Jahre ,Morning Star’!“

Publikumslieblinge auf dem Programm

So viel will der Chorleiter jetzt schon verraten: Publikumslieblinge wie „Oh happy day“ stehen auch auf dem Programm. Und vieles mehr – in einem Jahrzehnt ist das Repertoire enorm gewachsen. Tobies denkt zurück: „In den Anfängen haben wir überwiegend traditionelle Songs geboten.“ Ein gutes Dutzend Mitglieder verliehen Liedern wie „Swing Low, Sweet Chariot“ seinerzeit ihre Stimmen.

30 Mitglieder haben auch Neues in petto

Mittlerweile sind es 30 „Morning Stars“, sieben von ihnen „blieben dem Chor von Anfang an treu“. Sie interpretieren neben Gospel-Stücken auch Pop – im vergangenen Jahr das Konzertthema – und Wor­ship Music: „Alles mit christlichen Inhalten, sonst wären wir ja kein Gospel-Chor.“

Mit einem Augenzwinkern verheißt der Chorleiter eine Besonderheit: Weltmusik haben die Zweckeler im Alter zwischen 16 und über 60 Jahren für den Aufführungsdreierpack einstudiert. An die 20 Stücke stehen auf dem geplanten Programm. „Wir haben so ein großes Repertoire, dass wir entscheiden mussten: Was kommt rein?“, erzählt Mario Tobies. Was in allen Morning-Star-Konzerten einen Stammplatz hat: eine Band aus elf Profi-Musikern – „unsere Haus- und Hofband“.

Großer Andrang auf Tickets

Verstärkung im wahrsten Sinne des Wortes bekommt der Chor. Der Leiter erläutert: „Wir haben 36 Handmikrofone angeschafft, damit sind technische Rückkopplungen so gut wie unmöglich.“ Und die Gemeinde habe in einen Verfolgerscheinwerfer investiert: „Er bietet uns andere Gestaltungsmöglichkeiten im Konzert; die Sänger können beispielsweise ins Publikum gehen, das bringt mehr Dynamik.“ Eine Audio-Aufnahme der Konzerte gebe es auf jeden Fall. „Wenn die Proben gut laufen und noch ein Sponsor aufspringt, kann es sein, dass wie eine Live-DVD mitschneiden“, so Tobies. Wie immer ist der Eintritt frei. Nur: Ein Ticket müssen sich Musik-Fans sichern. Tobies: „Vor zwei Jahren waren die Karten in zwei Tagen vergriffen, im Jahr darauf in 24 Stunden. Und diesmal . . .?“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben