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Bundestagswahl in Gladbeck: Gerdes (SPD) holt Direktmandat

| Lesedauer: 9 Minuten
Der Weg zur neuen Regierung könnte lang und steinig werden

Der Weg zur neuen Regierung könnte lang und steinig werden

Nach der Bundestagswahl ist noch längst nicht klar, wer Deutschland künftig regieren wird. Der Weg zu einer neuen Koalition kann lang und steinig werden: Bis zur Bildung der neuen Regierung müssen die Parteien noch einen regelrechten Marathon absolvieren.

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Gladbeck.  Bei der Bundestagswahl holt Michael Gerdes (SPD) wieder das Direktmandat. Die CDU hingegen fährt große Verluste ein. AfD drittstärkste Kraft.

Bei der Bundestagswahl 2021 konnte die SPD in Gladbeck zulegen, ihr Kandidat Michael Gerdes erneut das Direktmandat holen. Die Stadt Gladbeck bildet zusammen mit den Städten Bottrop und Dorsten den Wahlkreis 125 Bottrop-Recklinghausen III. Elf Kandidaten hatten sich um ein Direktmandat beworben.

Die WAZ-Lokalredaktion berichtet in diesem Newsblog live über die Abstimmung in Gladbeck.

Lesen Sie hier mehr zur Bundestagswahl in Gladbeck:

Die Bundestagswahl 2021 in Gladbeck – Die News im Liveticker

Montag, 16.45 Uhr: Bei der Bundestagswahl 2021 gab es in Gladbeck Gewinner und Verlierer. CDU-Chef Dietmar Drozdszol findet etwa: „Die SPD hat gewonnen. Ende“. Das müsse Laschet anerkennen. Die Reaktionen der weiteren Parteien lesen Sie hier.

22.40 Uhr: An dieser Stelle berichtet die Redaktion morgen weiter – mit Wahlanalysen und weiteren Stimmen.

21.20 Uhr: Die CDU hat bei der Bundestagswahl deutliche Verluste eingefahren. Die SPD hingegen gewinnt dazu – Michael Gerdes holt somit erneut das Direktmandat. Um 21.16 Uhr waren alle Stimmen in Gladbeck ausgezählt. Demnach kommt die SPD auf 37,2 Prozent, die CDU auf 22,4 Prozent. Drittstärkste Kraft wird die AfD mit 10,6 Prozent. Das Ergebnis auf Wahlkreis-Ebene liegt noch nicht vor, dort werden noch einige Bezirke ausgezählt. Aber auch dort zeichnet sich ein ähnlicher Trend ab. In Gladbeck liegt die Wahlbeteiligung bei 71,1 Prozent. Hier geht es zum Artikel.

19.35 Uhr: Eineinhalb Stunden nach Schließen der Wahllokale deutet sich ein Sieg der SPD in Gladbeck an. Die Sozialdemokraten legen leicht zu, während die CDU deutlich verliert. Aber die Grünen sind die Partei, die am meisten Stimmenzuwächse verbuchen. Sie kommen derzeit auf knapp zehn Prozent, verdoppeln fast ihr Ergebnis von 2017.

18.55 Uhr: Inzwischen liegen die Ergebnisse aus zehn von 82 Stimmbezirken in Gladbeck vor: Die Tendenz verfestigt sich. Danach gewinnt die SPD dazu, holt deutlich mehr Stimmen als die CDU, die massiv verliert. Für die SPD stehen derzeit 35,15 Prozent zu Buche (plus 1,5). Die CDU kommt auf 22,2 Prozent, minus 3,7. Auch die AfD verliert, die Grünen steigern deutlich ihren Stimmenanteil. Deutlich geht auch das Ergebnis der Linken zurück. Ähnlich sieht es auf der Gesamtebene des Bundestagswahlkreises aus.

18.55 Uhr: Die ersten Stimmergebnisse aus dem Bundestagswahlkreis 125 (Bottrop, Gladbeck, Dorsten) liegen vor, zunächst zwei aus Bottrop (18.40 Uhr und 18.45 Uhr). Um 18.52 Uhr kommt auch das erste Ergebnis aus Gladbeck. Es ist das erste aus 82 Stimmbezirken. In diesem Stimmbezirk gewinnt die SPD (sowohl bei den Zweit- als auch bei den Erststimmen, die CDU verliert. Deutlich legen die Grünen zu. Die AfD verliert deutlich.

18.40 Uhr: Die Wahl sei entspannt gelaufen, so Kommunikationschefin im Rathaus, Christiane Schmidt. Mit einer Ausnahme: Im Wahllokal Kaplan-Poether-Haus sei am Nachmittag ein Mann renitent geworden, es musste die Polizei gerufen werden. Der Mann sei aufgrund eines Umzugs noch nicht ins Wählerverzeichnis eingetragen gewesen. Nach dieser Auskunft sei er sehr aggressiv geworden, habe die Wahlhelfer bedroht. Die alarmierten schließlich die Polizei. Die Beamten führten den Mann aus dem Wahllokal heraus. Anschließend habe er doch noch seine Stimme abgeben können, da er seinen Personalausweis bei sich hatte.

Lange Schlangen habe es – im Gegensatz zur Kommunalwahl 2020 – in diesem Jahr nicht gegeben, so Schmidt weiter. „Das liegt vermutlich auch an dem hohen Anteil der Briefwähler“, so Christiane Schmidt.

18 Uhr: Die Wahllokale schließen. Nun beginnt die Auszählung der abgegebenen Stimmen.

17.10 Uhr: In 50 Minuten schließen die Wahllokale. Dann wird mit der Auszählung der abgegebenen Stimmen begonnen. Die Briefwahlunterlagen werden etwa im Riesener-Gymnasium ausgezählt.

16.30 Uhr: Das sieht nach einer enorm hohen Wahlbeteiligung aus, die es am Ende geben könnte: Das Wahlamt meldet um 16 Uhr nach Erhebungen aus 13 der 44 Wahllokale in der Stadt eine Wahlbeteiligung von bislang 52,1 Prozent – nähere Einzelheiten lesen Sie hier. Die Zahl liegt zwar etwas unter der vergleichbaren Zahl von vor vier Jahren, aber es gibt ja deutlich mehr Briefwähler. Laut Wahlamt hatten 31,8 Prozent der Wahlberechtigten vorab Briefwahlunterlagen beantragt, die von 97 Prozent genutzt wurden und mit Ihrem Votum zurückgeschickt wurden. Diese Beteiligung kommt auf 52,1 Prozent drauf – folglich ist mit einer sehr hohen Wahlbeteiligung zu rechnen.

15.45 Uhr: Bei der vergangenen Bundestagswahl 2017 holte Michael Gerdes (SPD) das Direktmandat. 36,8 Prozent der Wähler im Wahlkreis 125 Bottrop- Recklinghausen III, zu dem auch Gladbeck gehört, stimmten für den SPD-Kandidaten. Vier Jahre zuvor, 2013, waren es noch 45,8 Prozent gewesen. In Gladbeck selbst erreichte Gerdes 38,8 Prozent der Stimmen. CDU-Kandidat Sven Volmering erreichte 29 Prozent der Stimmen. Auch bei den Zweitstimmen sackten die etablierten Parteien in Gladbeck kräftig ab. Die SPD landete schließlich bei 33,6 Prozent der Stimmen, die CDU bei 26 Prozent. Die AfD erreichte ein zweistelliges Ergebnis. Bei den Erststimmen kam sie auf 14,2 Prozent, bei den Zweitstimmen auf 14,7 Prozent. Die Grünen landeten bei 3,7 Prozent (Erststimmen) bzw. 4,3 Prozent (Zweitstimmen).

14.30 Uhr: Die Stimmabgabe zur Bundestagswahl läuft jetzt offenbar ganz gut – mehr erfahren Sie hier. Gegen 14 Uhr hatten dem Wahlamt zufolge rund 39,1 Prozent der Gladbecker Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgegeben. Es handelte sich dabei um eine Erhebung aus 13 der 44 Wahllokalen. Danach hatten in diesen Stimmlokalen um 14 Uhr exakt 4.073 Wählerinnen und Wähler ihren Wahlzettel in die Urnen geworfen – dort einer Beteiligung von 39,1 Prozent entspricht. Nach langjährigen Erfahrungen und genauer Vorabauswahl dieser Wahllokale kann die Zahl in etwa aber auf der gesamte Gladbecker Wahlgeschehen übernommen werden. Insgesamt, so heißt es aus dem Rathaus, läuft die Wahl bisher ungestört und ohne Probleme.

12.50 Uhr: Der Wahlauftakt am Morgen war eher verhalten – belebte sich aber nach 11 Uhr – Details lesen Sie hier. Laut Wahlamt haben bis 12 Uhr exakt 2445 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgegeben – etwa 23,5 Prozent der Wahlberechtigten. Das ist etwa ein Punkt weniger als vor vier Jahren zu diesem Zeitpunkt. Allerdings: Rechnet man den hohen Briefwahlanteil dazu, könnte sich durchaus ein akzeptable Wahlbeteiligung ergeben. Bürgermeisterin Bettina Weist (SPD) hat am Morgen gemeinsam mit ihrem Mann Stefan ihre Stimme im Wahllokal in der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule ab.

11.30 Uhr: Die Zahl der Briefwähler ist in diesem Jahr ausgesprochen hoch. 16.861 Gladbeckerinnen und Gladbecker hatten bis Freitagabend die Briefwahlunterlagen beantragt. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2017 sind 9922 Anträge eingegangen. Bei der Kommunalwahl waren es 11.247 Anträge.

10.40 Uhr: Die Stadt Gladbeck meldet einen ersten Stand der Wahlbeteiligung aus 13 Wahllokalen. Sie liegt um 10 Uhr bei 8 Prozent. 836 Wählerinnen und Wähler haben in diesen Wahlräumen bereits ihre Stimmen abgegeben. Bei der Bundestagswahl 2017 waren es um diese Zeit 7,1 Prozent. Bei der Kommunalwahl 2020 nur 3,5 Prozent.

10.05 Uhr: In den Wahllokalen gilt die Maskenpflicht. Die Stadt Gladbeck hält aber auch Ersatzmasken vor, falls jemand den Mund-Nasen-Schutz vergessen haben sollte. Aber auch Maskenverweigerern muss ermöglicht werden, die Stimme abzugeben. Hier lesen Sie mehr.

10 Uhr: 27 Parteien stehen in Gladbeck zur Wahl. Sie werden mit der Zweitstimme gewählt, die über die Sitzverteilung im Bundestag entscheidet. Mit der Erststimme werden die Direktkandidaten gewählt. Im Wahlkreis 125 Bottrop- Recklinghausen III, zu dem auch Gladbeck gehört, haben elf Parteien einen eigenen Kandidaten aufgestellt. Die sechs Kandidaten der Parteien, die bereits im Bundestag vertreten sind, hat die WAZ Gladbeck vorgestellt.

Hier können Sie die Artikel nachlesen:

9.30 Uhr: Seit 8 Uhr sind die Wahllokale geöffnet. Die Gladbeckerinnen und Gladbecker, die bisher noch nicht per Briefwahl ihre Stimme abgegeben haben, können noch bis heute Abend um 18 Uhr in den Wahllokalen ihr Kreuzchen machen.

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