Pflegedienst

Betreutes Wohnen im Quartier am Roten Turm fertiggestellt

Atmungstherapeutin Vanessa Wachsmann und die Pflegekräfte Tatjana Hampe und Katrin Raetzke sind bereit für die künftigen Bewohner, die Intensivpflege benötigen.

Atmungstherapeutin Vanessa Wachsmann und die Pflegekräfte Tatjana Hampe und Katrin Raetzke sind bereit für die künftigen Bewohner, die Intensivpflege benötigen.

Foto: Heinrich Jung

Gladbeck   Die erste Mieterin des betreuten Wohnens bei der Linimed Rhein-Ruhr ist eingezogen. 36 Zimmer und Appartements stehen zur Intensivpflege bereit.

Die Fertigstellung hat sich drei Monate verzögert, aber jetzt ist es soweit: Die erste Mieterin zieht am Montag in das neue Gebäude des ambulanten Pflegedienstes Linimed Rhein-Ruhr im Baugebiet „Carrée am Roten Turm“. Ihr neues Zuhause ist eines der zwölf Appartements für betreutes Wohnen im Erdgeschoss.

Vorerst sind Pflegekräfte ihre einzigen Mitbewohner. Pflegedienstleiter Heiko Müller beunruhigt das nicht. „Dass die Vermietung etwas schleppend anläuft, ist ganz normal.“ Er spricht aus Erfahrung, denn die Linimed-Gruppe mit Hauptsitz in Jena ist schon 20 Jahre im Geschäft, betreibt Einrichtungen dieser Art bundesweit.

Pflegekräfte rund um die Uhr

Im neuen Gebäude gibt es nicht nur die zwölf knapp 30-Quadratmeter-Zimmer für betreutes Wohnen mit Küchenzeile, großzügigem Bad und Terrasse. Doppelt so viele Zimmer in den beiden oberen Etagen bieten Menschen Platz, die Intensivpflege benötigen. Das können etwa Wachkoma-Patienten sein oder an der chronischen Lungenkrankheit COPD Erkrankte, die beatmet werden müssen.

Weil nicht jeder, der intensiv betreut und gepflegt werden muss, zwangsläufig bettlägerig ist, können die Bewohner jeder Wohngruppe einen großen Gemeinschaftsraum und eine Wohnküche nutzen. Rund um die Uhr sind drei Pflegekräfte vor Ort. Auch die Mieter im Bereich des betreuten Wohnens haben bei Bedarf immer eine Pflegekraft als Ansprechpartner, und auch sie können einen großen Gemeinschaftsraum nutzen, um sich zu treffen oder auch um eigene Feiern auszurichten.

Bewohner sollen sich zu Hause fühlen

Beim Tag der offenen Tür nutzten zahlreiche Interessierte jetzt die Möglichkeit, mehr über das neue, und in Gladbeck bisher einzige Angebot dieser Art zu erfahren und die Räume in Augenschein zu nehmen. Noch sind alle Zimmer einheitlich möbliert, aber jeder neue Bewohner hat die Möglichkeit, sie ganz nach seinem Geschmack mit eigenen Möbeln auszustatten. „Das ist sogar gewünscht. Schließlich sollen sich die Bewohner hier zu Hause fühlen“, sagt Heiko Müller.

Sicherlich haben einige der Besucher Gefallen gefunden an dem Angebot. Neun Anfragen für den Intensivbereich gibt es ohnehin schon, zehn für das betreute Wohnen. Die erste Mieterin, die am Montag einzieht, wird bestimmt bald Nachbarn bekommen.

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