Open-Air-Kino

Beim Freiluftkino im Jovypark herrscht familiäres Flair

Gut 300 Besucher fanden sich im Jovypark ein, um unter freiem Himmel den Film „25 km/h“ zu sehen.

Gut 300 Besucher fanden sich im Jovypark ein, um unter freiem Himmel den Film „25 km/h“ zu sehen.

Foto: Olaf Fuhrmann / Funke Foto Services

Gladbeck.  Gut 300 Besucher fanden sich zum „Volksbank-Open-Air-Kino“ im Gladbecker Jovypark ein. Zu sehen gab es das deutsche Roadmovie „25 km/h“.

Das „Volksbank-Open-Air-Kino“ stand klimatechnisch unter einem guten Stern. Es stimmte einfach alles. Das Wetter spielte mit. Trotz einiger Wolken regnete es nicht und mit milden 22 Grad war es das perfekte Wetter für die Veranstaltung. Im Jovypark zeigten die Stadt Gladbeck und die Volksbank Ruhr-Mitte das deutsche Roadmovie „25 km/h“.

Gut 300 Besucher hatten es sich am Freitagabend auf der Wiese vor dem ehemaligen Finanzamt, dem heutigen Kreativamt, bequem gemacht, um die siebte Auflage des Sommer-Open-Airs zu verfolgen. Auf mitgebrachten Liege- und Klappstühlen, Decken und vereinzelten Sitzsäcken bevölkerten die Film-Fans die Wiese schon lange, bevor der Streifen über die große Leinwand lief.

Fürs leibliche Wohl war beim Open-Air-Kino bestens gesorgt

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Wer nicht selber Frikadellen, Salat, Würstchen oder Chips mitgebracht hatte, konnte an einem Stand Burger und dazu Bier oder Softdrinks erwerben. Nur Popcorn – der typische Snack fürs Kino – gab es leider nicht, wie ein kleines Mädchen bedauerte. Die ganze Atmosphäre war friedlich und beinahe familiär. Es begegneten sich alte und neue Bekannte und viele nutzten den Event zu einem gemeinsamen Familienausflug.

Nicht nur aus Gladbeck, sondern auch aus den umliegenden Städten Gelsenkirchen, Bottrop und Dorsten waren Besucher angereist. Kurz nach 21.30 Uhr war es dann endlich soweit. Mit dem Film „25 km/h“ taten die Veranstalter einen guten Griff. Das unterhaltsame Roadmovie von Oliver Ziegenbalg und Markus Goller erzählt die Geschichte der ungleichen Brüder Christian und Georg, die sich auf der Beerdigung ihres Vaters nach vielen Jahren das erste Mal wieder sehen. Während Georg als Tischler im Schwarzwälder Heimatort Löchingen blieb und den krebskranken Vater bis zuletzt pflegte, wurde Christian ein erfolgreicher und weit gereister Geschäftsmann. Nachdem Georg zunächst seinen Bruder ablehnt, finden sie bei Tischtennis und Alkohol zueinander und beschließen spontan, eine Reise mit dem Mofa quer durch Deutschland nachzuholen. Eine Tour, die sie schon als 15-Jährige geplant hatten.

Am Ende der Vorführung gab es spontanen Applaus

Neben Lars Eidinger und Bjarne Mädel als Brüderpaar in den Hauptrollen, wurden mit Sandra Hüller, Franka Potente, Alexandra Maria Lara, Jella Haase und Wotan Wilke Möhring auch die Nebenrollen prominent mit deutschen Stars der Filmszene besetzt. Flott auch der Soundtrack, für den unter anderem Stücke von T.Rex, The Cure und Camouflage ausgewählt wurden.

Die Musik verbreitete das passende On-the road-feeling, das alle mitriss. So gab es am Ende der Vorführung kurz vor 23 Uhr spontanen Applaus – wohl nicht nur für den Film, sondern für eine insgesamt gelungene Veranstaltung. Auch dank des Wettergottes...

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