Winterdienst

Bei Schnee und Glatteis haben auch die Bürger Pflichten

Bringt der Winter Schnee und Eis, wie hier vor zwei Jahren, dann müssen auch die Bürger vor ihren Grundstücken den Weg von Schnee befreien.

Foto: Heinrich Jung

Bringt der Winter Schnee und Eis, wie hier vor zwei Jahren, dann müssen auch die Bürger vor ihren Grundstücken den Weg von Schnee befreien.

Gladbeck.  Der ZBG räumt und streut auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen. Privatleute müssen die Gehwege vor ihrem Haus schnee- und eisfrei halten.

Noch sind die „Wetterfrösche“ uneins bei ihren Vorhersagen, ob es ab heute tatsächlich bis in die Niederungen schneit. Die Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofs sind für den Fall der Fälle jedenfalls gerüstet, auch weil die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken könnten und Glätte droht.

Auch Privatleute sollten allmählich Schneeschieber und abstumpfende Mittel griffbereit stellen, denn auch auf sie kommen winterliche Pflichten zu.

Ein 1,50 Meter breiter Streifen muss gefahrlos zu nutzen sein

Private Eigentümer müssen dafür sorgen, dass ein 1,50 Meter breiter Streifen auf dem Gehweg vor ihrem Haus gefahrlos zu benutzen ist. In der Regel übertragen Eigentümer von Mehrfamilienhäusern diese Aufgabe ihren Mietern.

In verkehrsberuhigten Straßen gehen die Pflichten der Anlieger darüber hinaus: Sie müssen auch die Fahrbahn räumen bzw. abstreuen. Klingt aber aufwendiger als es ist. Brigitte Köhler, die zuständige Frau beim Zentralen Betriebshof, erklärt: „In den meisten dieser 57 Straßen im Stadtgebiet sind Fahrbahn und Bürgersteige nicht voneinander getrennt und recht schmal. Wenn die Anlieger auf jeder Seite einen 1,50 Meter breiten Streifen räumen, bleibt fast nichts übrig.“

„Ab fünf Uhr sind unsere Männer unterwegs“

Die Mitarbeiter des ZBG müssen, wenn es friert und wenn Schnee fällt, deutlich früher aufstehen als Privatleute. „Ab 5 Uhr sind unsere Männer unterwegs, räumen und streuen nach einem Dringlichkeitsplan, also die wichtigsten Verkehrswege zuerst, danach kleinere Straßen“, erklärt Brigitte Köhler.

Wann und wie oft Privatleute zum Schneeschieber greifen bzw. abstumpfende Mittel streuen müssen, hängt ganz von der Wetterlage ab. Festgelegt ist in der Straßenreinigungssatzung allerdings: Anlieger müssen (sonn- und feiertags ab 9 Uhr) dafür sorgen), dass die Gehwege vor ihren Häusern zwischen 7 und 20 Uhrgefahrlos passierbar sind.

Salz sollte aus Umweltschutz-Gründen nicht verwendet werden

Salz sollte bei der Bekämpfung von Glätte aus Gründen des Umweltschutzes möglichst nicht verwendet werden. Brigitte Köhler: „Ausnahmen sind Blitzeis und absolute Gefahrenpunkte wie Treppen und Steigungen. Dann hat die körperliche Unversehrtheit den höheren Stellenwert.“ Ansonsten sollten Anlieger grundsätzlich zu Sand, Asche oder Granulat greifen, um die Rutschgefahr zu bannen.

Schnee sollte auf dem an die Fahrbahn angrenzenden Teil des Gehwegs oder am Fahrbahnrand so gelagert werden, dass möglichst kein Verkehrsteilnehmer gefährdet oder behindert wird.

Auch Hydranten und Kanalisationsabläufe müssen freigehalten werden

Brigitte Köhler: „Wenn viel Schnee fällt, was zum Glück in den vergangenen Jahren nicht der Fall war, müssen Hauseigentümer ihn zur Not in ihren Vorgarten oder auf einen Parkplatz schüppen.“ Und noch ein Hinweis: Kanalisationsabläufe und Hydranten müssen in jedem Fall frei gehalten werden, damit das Schmelzwasser ungehindert abfließen kann.

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