Kunst

Ausstellung der Gegensätze im Gladbecker Atelier „Magazin“

Otto Zech und Susanne A. Schalz überlegen beim Aufbau der Ausstellung „19 12“ im Atelier „Magazin“, wo welches Werk hängen soll.

Foto: Oliver Mengedoht

Otto Zech und Susanne A. Schalz überlegen beim Aufbau der Ausstellung „19 12“ im Atelier „Magazin“, wo welches Werk hängen soll. Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.  Otto Zech stellt gemeinsam mit Susanne A. Schalz im „Magazin“ unter dem Titel „19 12“ aus. Die Vernissage findet am 11. November statt.

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„19 12“ – unter diesem Titel eröffnen Susanne A. Schalz und Otto Zech am 11. November um 19 Uhr ihre gemeinsame Ausstellung im „Magazin“ an der Talstraße. „Wir haben beide am 19. Dezember Geburtstag. So kamen wir auf den Ausstellungstitel“, erläutert Schalz (50).

„Ich kenne Otto nur als Gesamtkunstwerk“, erläutert die Künstlerin, die seit acht Jahren öffentlich ausstellt. Otto Zech (68) hatte bereits 1973 seine erste große Ausstellung. Aus einer „freundschaftlichen Verbindung“ sei die Idee zu der gemeinsamen Ausstellung gekommen. Die Ehepartner der beiden Künstler hatten sich auf der Arbeit kennengelernt. „Otto wurde dann zu meinem Mentor. Er hat mich ermutigt, meine Sachen auszustellen“, sagt Schalz.

„Ich zeige Menschen, denen es nicht so gut geht, neue Perspektiven auf. Das gelingt mir seit 30 Jahren“, beschreibt Zech seine Arbeit. In seinem Projektatelier arbeitet er mit Menschen der Duisburger Werkstätten und der Wuppertaler Kinder- und Jugendnothilfe. „Ich habe aber auch ein Atelier, in dem ich mich ganz privat zurückziehe. Die Bilder, die ich hier ausstelle, sind aus der Reflexion und aus einer Rückzugstendenz entstanden.“ Daher seien seine Werke eher reduziert und nicht so bunt.

Künstler stellen auf zwei Etagen aus

„Ich greife unglaublich in den Farbtopf“, weiß Schalz. Sie verteile die Farbe ganz anders auf der Leinwand. Die ausgestellten Bilder seien zum Teil aus der Reihe „Pott in Farbe“ oder aber sehr abstrakt. „Ich habe keine einheitliche Stilrichtung“, erläutert sie. Daher hätte es nicht zusammengepasst, die Bilder von Schalz und Zech auf derselben Etage auszustellen. Im Erdgeschoss wird Zech ausstellen, im Obergeschoss Schalz.

„Normalerweise ist unten der Zeigebereich. Oben ist alles noch sehr ursprünglich. Das wird eine Herausforderung, dort auszustellen“, so die 50-Jährige. Seit etwas mehr als einem Jahr betreibt Schalz das „Magazin“. „Es wäre schön, wenn sich in diesem Raum Sachen entwickeln, die es nicht an jeder Straßenecke gibt“, wünscht sie sich.

Ausstellung bleibt bis Ende November im „Magazin“

Für die musikalische Untermalung sollte eigentlich Marvin Dillmann mit seinem Didgeridoo sorgen. „Der ist jetzt aber kurzfristig auf Welt-Tournee“, so Otto Zech.

Bis Ende November bleibt die Ausstellung im „Magazin“. Zu sehen sind die Werke an jedem Donnerstagnachmittag. „Ich bin aber immer hier und kann also auch nach Vereinbarung aufschließen“, verspricht Susanne A. Schalz.

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