Bildung

Ausgezeichnetes Engagement am Heisenberg-Gymnasium Gladbeck

Preisträgerin Franziska Elisabeth Große-Kreul (2. v. r.) mit Stifter Dietmar Wiethölter (2. v. l.), Lehrerin Katja Bolowich und Schulleiter Peter Hogrebe.

Foto: Oliver Mengedoht

Preisträgerin Franziska Elisabeth Große-Kreul (2. v. r.) mit Stifter Dietmar Wiethölter (2. v. l.), Lehrerin Katja Bolowich und Schulleiter Peter Hogrebe. Foto: Oliver Mengedoht

gladbeck   Das Heisenberg-Gymnasium Gladbeck hat wieder den Schmelztiegel-Förderpreis vergeben. Der erste Preis ging an Franziska Elisabeth Große-Kreul.

„Make the world a better place“ – so trällerte es jetzt aus dem Forum des Heisenberg-Gymnasiums. Die Liedzeile entsprach dem Anlass des Tages: Die Verleihung des Schmelztiegel-Förderpreises stand an. Dieser mit insgesamt 1000 Euro dotierte Preis geht an die Kinder und Jugendlichen, die sich im vergangenen Schuljahr „durch außergewöhnliches Engagement zur Stärkung des interkulturellen Miteinanders sowie für herausragende Leistungen im naturwissenschaftlichen Bereich ausgezeichnet haben“, so der Schulleiter Peter Hogrebe.

Engagement auch außerhalb der Schule

Franziska Elisabeth Große-Kreul erhielt den ersten Preis. Die 15-Jährige, die mittlerweile die Einführungsphase besucht, engagiert sich in allen Bereichen, die der Preis abdeckt. Ein Jahr lang hat sie sich um den aus Syrien stammenden Yazan gekümmert. „Man kann mit so einfachen Mitteln helfen“, weiß die Schülerin. Doch ihr Engagement ging sogar über die Unterrichtszeit hinaus. So nahm sie den 17-Jährigen beispielsweise mit zum Karnevalsumzug. „Dass die Leute alle mit Süßigkeiten werfen, hat er zunächst gar nicht verstanden – es hat ihm aber gefallen“, erinnert sie sich.

Auch im naturwissenschaftlichen Bereich sticht Große-Kreul heraus. „Mich interessiert Quantenmechanik, und ich will in die Forschung“, erzählt sie begeistert. Aus diesem Grund war sie schon bei Projektwochen an der Ruhr-Universität in Bochum. Wenn alles klappt, darf die Schülerin in Zukunft dort einmal in der Woche eine Vorlesung besuchen. Über den mit 250 Euro dotierten Preis freut sich die Schülerin; sie erhofft sich, dass andere ihrem Beispiel folgen werden. Gleichzeitig macht es sie aber traurig, dass ihr freiwilliger Einsatz als herausragend gilt. „Soziales Engagement sollte selbstverständlich sein“, findet die Preisträgerin.

Schülerinnen gewinnen bei „Jugend debattiert“

Wieso muss man als junger Mensch schon so perfekt sein? Vier Schülerinnen stellten sich diese Frage in ihrer Rede für den Wettbewerb „Jugend debattiert“. Sie erreichten die Endausscheidung, in der Zehra Uslabas mit einem Beitrag über ein friedliches interkulturelles Zusammenleben gewann. Da sich die vier Schülerinnen auch als Jugendratsmitglieder engagieren, wurden sie mit dem zweiten Preis ausgezeichnet, der mit 200 Euro dotiert ist.

Den dritten Preis errang eine Schülergruppe, die Flaschendeckel sammelt, um Polio-Impfungen zu finanzieren. Bereits 6500 Deckel kamen bisher zusammen – das sind umgerechnet 13 Impfungen.

Zusätzlich wurden preiswürdige Projekte ausgezeichnet. 28 Flüchtlinge kamen im vergangenen Schuljahr an das Gymnasium. 56 Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen haben sich als Mentoren um sie gekümmert und wurden dafür geehrt. Außerdem erhielten die Vertreter der Schülervertretung einen Preis für die Organisation des Projektes „Heisenberg bewegt“, durch das das Miteinander innerhalb der Schülerschaft gestärkt wurde.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik