Innenstadt

„Aus für Tiefgarage Oberhof schadet City in Gladbeck nicht“

Erst der Busbahnhof, nun die Tiefgarage: Ab Ende Oktober ist das unterirdische Parken am Oberhof nicht mehr möglich (hier eine Aufnahme vom Februar 2012, als der Busbahnhof gesperrt wurde).

Erst der Busbahnhof, nun die Tiefgarage: Ab Ende Oktober ist das unterirdische Parken am Oberhof nicht mehr möglich (hier eine Aufnahme vom Februar 2012, als der Busbahnhof gesperrt wurde).

Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck.   Stadtbaurat Martin Harter wies beim Vortrag in der VHS auf diesen Termin hin: Ende Oktober schließt die marode Tiefgarage am Oberhof. 115 Stellplätze stehen dort derzeit noch zur Verfügung. Die städtische Wirtschaftsförderung wertet das Aus am Oberhof gleichwohl nicht als Rückschlag für die City.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die marode Tiefgarage am Oberhof ist ab Ende Oktober dicht - dieser WAZ-Bericht von Donnerstag (18. September) sorgte für Aufsehen bei City-Kaufleuten und Kunden. Wieder gehen damit zahlreiche innenstadtnahe Parkplätze in Gladbeck verloren.

Immerhin stehen in der Tiefgarage am Oberhof derzeit noch 115 Stellplätze zur Verfügung, davon 11 Frauenparkplätze sowie 44 Dauerparkplätze.

Tatsächlich würden diese Parkplätze seit dem Jahr 2012 jedoch nur noch sehr eingeschränkt genutzt, argumentiert die städtische Wirtschaftsförderung jetzt in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Oberhof-Tiefgarage sei täglich 13 Stunden bzw. samstags zehn Stunden geöffnet. Während dieser Zeit parkten laut Erhebung des Ingenieuramtes nur etwa 45 bis 50 Bürgerinnen und Bürger dort ihr Auto - „und das durchschnittlich nur für einen Zeitraum von ein bis zwei Stunden“.

Reaktivierung des Hertie-Parkhauses von Konkursverwalter abgelehnt

Gleichwohl weiß man auch im Rathaus um die Bedeutung des Themas Parkplätze für die City-Anbindung - die Wirtschaftsförderung habe versucht, als Ersatz für die wegfallenden Parkplätze in der Tiefgarage Oberhof das Parkhaus des ehemaligen Hertie-Kaufhauses wieder in Betrieb zu nehmen.

Leider habe der niederländische Konkursverwalter der Grundstückseigentümerin daran kein Interesse gezeigt, eine Neueröffnung des Parkhauses sei abgelehnt worden. Und dies, obwohl die Stadtverwaltung angeboten habe, sich selbst um die Instandsetzung der Anlage und um die Kontaktaufnahme mit Betreibern zu kümmern.

„An der Erreichbarkeit der City ändert die Schließung am Oberhof nichts“

Das Hertie-Parkhaus seit langem dicht, nun folgt Ende Oktober der Oberhof - „An der Erreichbarkeit der Innenstadt ändert die Schließung der Tiefgarage am Oberhof nichts“, sagt die städtische Wirtschaftsförderung. Wie gewohnt könne weiter „das gute Parkangebot im Citybereich“ genutzt werden. Auch das Parken auf dem Markt, auf dem während der laufenden Testphase ca. 35 Stellplätze zur Verfügung stünden, könnten die Kunden nutzen (Probelauf befristet bis Ende September).

Kaufleute zeigen sich besorgt

Bei Einzelhandelsverband und Werbegemeinschaft beobachtet man die aktuelle Entwicklung dennoch mit Sorge. Einzelhandelsverbands-Chef Georg Hahne dringt darauf, dass man beim Thema Parkplätze vermehrt auch an kleinteilige Lösungen in Innenstadtnähe denken sollte. Nähe Bachstraße oder auch das Umfeld des Goetheplatzes - Hahne fallen gleich mehrere mögliche Standorte ein, wo man drei oder vier innenstadtnahe Parkplätze kurzfristig und mit wenig Aufwand schaffen könne.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben