Gladbeck/Bottrop. Die Autobahnbrücke über den Rhein-Herne-Kanal ist marode. Jetzt ist eine Sperrung angekündigt. Die wird Auswirkungen auf Gladbeck haben.

Ab Montag ist die A42 auf dem Teilstück zwischen dem Autobahnkreuz Essen-Nord und Bottrop-Süd gesperrt. Grund ist die marode Brücke über den Rhein-Herne-Kanal. Experten hatten zuletzt Alarm geschlagen, nun muss die Brücke noch einmal untersucht werden, dafür muss die Autobahn sechs Tage lang in beide Richtungen gesperrt werden.

Das dürfte auch Auswirkungen auf den Verkehr in Gladbeck, genauer auf die B224 haben. Zwar hat die Autobahn GmbH eine großräumige Umleitung angekündigt, über die A2 und die A40, doch gibt es auch noch die kleinräumige Umfahrung. Und die führt aus Osten von Dortmund kommend von der A42 am Kreuz Essen-Nord über die B224 zum Kreuz mit der A2 auf Gladbecker Gebiet. Aus Richtung Westen, von Duisburg kommend, führt die kleinräumige Umleitung über die A516 in Oberhausen zur A2. Zurück zur A42 geht es dann von Gladbeck aus zum Kreuz Essen-Nord.

Verkehr um das Autobahnkreuz in Gladbeck wird während der Sperrung zunehmen

Diese kleinräumige Umfahrung ist vor allem für den Verkehr gedacht, der die Region erreichen muss, während der Transitverkehr auf die weiträumige Umfahrung geleitet werden soll. Doch inwieweit das tatsächlich funktioniert und Fahrer und Navigationssysteme da mitmachen, wird sich ab Montag zeigen. Es ist aber davon auszugehen, dass der Verkehr rund um das Autobahnkreuz am Wittringer Wald zunehmen wird.

Möglich, dass das ein Vorgeschmack ist auf das, was noch kommen wird. Denn die Kanalbrücke bei Bottrop ist künftig für den Schwerverkehr über 40 Tonnen gesperrt. Anfang des Jahres wird die Brücke deshalb mit einer Schrankenanlage ausgestattet, die verhindern soll, dass zu schwere Lkw widerrechtlich die Brücke nutzen. Für die Installation der Anlage ist eine weitere Sperrung angekündigt, hinzu kommt, dass die Lkw, die die Brücke nun nicht mehr nutzen dürfen, sich andere Wege suchen werden.

Brücke über den Kanal in Bottrop muss neu gebaut werden

Laut Autobahn Westfalen laufen die Planungen für einen Neubau der Brücke. Angepeilt ist ein Baubeginn im Spätsommer 2024. Die Experten kalkulieren mit einer Bauzeit von vier Jahren. Die jetzige Brücke wurde 1970 freigegeben. Sie war in dieser Form eine der ersten Stabbogenbrücken. 85.000 Fahrzeuge nutzen täglich die Brücke, darunter 14.000 Lkw. Die Brücke sei seinerzeit nicht für die heutigen Belastungen geplant worden, so Autobahn Westfalen.