Gladbeck. Die Tierschutzsituation in Gladbeck wird dramatischer. Eine Auffangstation scheiterte an unterschiedlichen Vorstellungen von Stadt und Vereinen.

„Das ist das schwierigste Jahr, das wir je hatten.“ So deutlich formuliert es Tanja Zimmer, auch wenn man merkt – sie würde gerne noch eindrücklichere Vokabeln verwenden. Der Tierschutzverein Gladbeck geht auf dem Zahnfleisch, nicht nur wegen der Inflation und den verbundenen Teuerungen, sondern auch, weil sich die Tierschützer um immer mehr Tiere kümmern müssen. Die Arbeit zum Wohle der Tiere machen die Vereinsmitglieder immer noch gerne und mit Leidenschaft, klar. Aber anstrengender, aufreibender ist sie geworden, auch, weil Zimmer eine Art Selbstverständlichkeit verspürt, mit der die Stadt, vertreten durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD), dem Tierschutzverein begegnet. „Das ist ja auch gut so, über die Jahre hat sich ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis entwickelt“, sagt Zimmer, „aber im Moment ist es sehr viel.“