Gladbeck. Die Polizei hat bei Kontrollen auch in Gladbeck verstärkt auf die Gurtpflicht geachtet. Was Sorge bereitet: Wenn Kinder nicht gesichert sind.

Angeschnallt oder nicht? Bei Verkehrskontrollenauch in Gladbeck haben die Beamten vom Polizeipräsidium Recklinghausen in der vergangenen Woche erneut verstärkt die Gurtpflicht in den Fokus genommen. Dabei wurden im gesamten Zuständigkeitsbereich des Präsidiums insgesamt 126 Gurtmuffel ertappt.

Die Kontrollen fanden an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten statt. Dabei fielen auch Verkehrsteilnehmer auf, die mit Kindern im Auto unterwegs waren. „Sich im Auto nicht anzuschnallen, ist nicht cool oder lässig. Es ist riskant!“, so Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen. Das Anschnallen sei eine einfache Handhabung, „die nachweislich Leben rettet“.

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Dass immer noch oft Kinder ungesichert im Auto mitfahren würden, bezeichnet Zurhausen als „höchst problematisch“. 2022 seien 276 derartige Verstöße festgestellt worden bei Kontrollen. „Bei einem Unfall können die Folgen für die Kinder verheerend sein.“

Der angelegte Sicherheitsgurt schützt beim Unfall vor Verletzungen

Auf die Frage der Beamten, warum man nicht angeschnallt unterwegs sei, käme häufig als Antwort, man würde vorsichtig und nur eine kurze Strecke fahren. „Aber was ist, wenn ein Anderer im Straßenverkehr einen Fehler macht und Sie dadurch in einen Unfall verwickelt werden?“, gibt die Polizei zu bedenken. Auch wenn man selbst nicht der Unfallverursacher sei, „könnte ein angelegter Sicherheitsgurt die eigenen Verletzungen vielleicht verhindern oder mindern“.

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Und auch darauf weist die Polizei in diesem Zusammenhang erneut hin: Einen optimalen Schutz bieten nur Gurt und Airbag gemeinsam. Ist der Sicherheitsgurt nicht angelegt, könne ein ausgelöster Airbag sogar noch zu einer zusätzlichen Gefahrenquelle werden. Autofahrende sollten sich außerdem bewusst sein, dass der Airbag bei niedrigen Geschwindigkeiten nicht auslöst, und bereits bei einem Unfall mit 30 km/h mit schweren Verletzungen gerechnet werden muss.

Und: Wer den Gurt nicht anlegt, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 30 Euro rechnen. Sind mehrere Kinder im Fahrzeug nicht angeschnallt, werden 70 Euro fällig.