Gesundheit

Arbeitnehmer können sich per Telefon krankschreiben lassen

Wegen steigender Infektionszahlen können sich Arbeitnehmer bei leichten Atemwegserkrankungen per Telefon krankschreiben lassen.

Wegen steigender Infektionszahlen können sich Arbeitnehmer bei leichten Atemwegserkrankungen per Telefon krankschreiben lassen.

Foto: Paul Zinken / dpa

Kreis Recklinghausen.  Gladbecker können sich jn der Corona-Krise telefonisch krankschreiben lassen. Diese Regelung ist zunächst bis Jahresende befristet.

Wegen steigender Infektionszahlen können sich Arbeitnehmer im Kreis Recklinghausen, also auch Menschen in Gladbeck, bei leichten Atemwegserkrankungen ab sofort wieder bis zu sieben Tage von ihrem Arzt am Telefon krankschreiben lassen. Darauf weist die AOK Nordwest hin.

Diese Sonderregelung ist zunächst bis zum 31. Dezember befristet. Eine entsprechende Regelung gab es bereits in der ersten Hochphase der Corona-Pandemie von Anfang März bis Ende Mai. „Die telefonische Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit (AU) ist jetzt wieder möglich. Voraussetzung ist jedoch, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. Damit können Patienten im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra eine Arztpraxis aufsuchen.

Gladbeck: Eine Verlängerung der Krankschreibung ist möglich

„Damit soll gleichzeitig das Risiko für eine Ausbreitung des Virus reduziert werden“, so Kock. Wenn in diesen Fällen ein Coronavirus-Test gemacht werden soll, sagt der Arzt dem Patienten, wo sich dieser testen lassen kann. Wird dafür eine Überweisung benötigt, schickt die Praxis diese per Post. Bei fortdauernder Erkrankung kann die Arbeitsunfähigkeit einmal um weitere sieben Kalendertage telefonisch verlängert werden.

Die Arztpraxis sendet die AU-Bescheinigungen für den Arbeitgeber und die Krankenkasse nach telefonischer Krankschreibung direkt an den Versicherten. Dieser muss die elektronische Gesundheitskarte nicht vorlegen. Es reicht, der Arztpraxis die Versichertendaten per Telefon und die Krankenkassen-Mitgliedschaft mündlich zu bestätigen. Bei Patienten, die der Arztpraxis ohnehin schon bekannt sind, übernehmen die Ärzte die Daten aus der Patientenakte.

Viele Versicherte nutzen inzwischen die Angebote des Online-Servicecenters www.nordwest.meine.aok.de. Das Portal bietet ein persönliches digitales Postfach. Die Nutzer können von zu Hause aus zum Beispiel die Krankmeldung mit dem Smartphone abfotografieren, die Bilddatei hochladen und an die AOK Nordwest übermitteln.

Es können ebenfalls Formulare heruntergeladen, eine neue elektronische Gesundheitskarte angefordert, Rechnungen eingereicht, Versicherungszeiten abgefragt, persönliche Daten geändert und Unterlagen elektronisch angefordert werden. Mobil geht es mit der ‚Meine AOK-App‘. Mit der integrierten Scan-Funktion werden Papierdokumente mit der Smartphone-Kamera digitalisiert und hochgeladen.

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