Apfelwiese

Appeltatenmajestäten pflanzen kaiserlichen Apfelbaum

Gruppenbild mit Appeltatenmajestät, Bürgermeister und Türmer: Auf der Apfelwiese an der Friedrichstraße wurde unter großer Teilnahme der Bürger der neue Apfelbaum der Sorte „Kaiser Wilhelm“ getauft.

Gruppenbild mit Appeltatenmajestät, Bürgermeister und Türmer: Auf der Apfelwiese an der Friedrichstraße wurde unter großer Teilnahme der Bürger der neue Apfelbaum der Sorte „Kaiser Wilhelm“ getauft.

Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.  Das Apfelbaum-Prachtstück „Kaiser Wilhelm“ ziert die Apfelwiese an der Friedrichstraße. Auf der City-Fläche stehen insgesamt fünf neue Bäume.

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Passend zum Anlass herrschte „Kaiserwetter“, als am Karsamstag eine geradezu majestätische Taufe auf der Gladbecker Apfelwiese an der Ecke Goethe- Friedrichstraße stattfand. „Kaiser Wilhelm“ heißt das Apfelbaum-Prachtstück, das von Bürgermeister Ulrich Roland mit einem Gläschen Calvados eingesegnet wurde.

Rund zehn Bäume stehen inzwischen auf der Apfelwiese, die 1990 auf Initiative der damaligen Appeltatenmajestät Doris Lowitzki angelegt worden war. Im Beisein des damaligen Bürgermeisters Wolfgang Röken pflanzte sie den ersten Baum, der heute, wie die meisten anderen auch, in voller Blüte steht.

Ein majestätische Geschenk von Ex-Majestät Doris Lowitzki

Das junge Bäumchen, das noch vergleichsweise zart daherkommt, wurde in den letzten Tagen eingepflanzt und nun seiner Bestimmung übergeben. Es ist ein ganz besonderes Geschenk von Doris Lowitzki zum 100. Geburtstag der Stadt, zu dessen Einweihung sich rund 50 Gladbecker Bürgerinnen und Bürger auf der Wiese eingefunden hatten.

„Délicieux“ habe Kaiser Wilhelm 1871 bei einem Empfang am Niederrhein geurteilt, als man ihm den Apfel vorlegte, erzählt die ehemalige Appeltatenmajestät, und so wurde aus dem „Broich“, wie er vor diesem Ereignis hieß, der Kaiser-Wilhelm-Apfel. Allerdings gibt es unterschiedliche Versionen dieser Namensgebung.

Optiker Peter Weis stiftete vier weitere Apfelbäume

„Das ist Ehrenamt pur“, sagte Bürgermeister Ulrich Roland in seiner Ansprache und wies auf die vielen Beteiligten hin, die sich für die Apfelwiese stark machen. Übrigens „in ganz Nordrhein-Westfalen die einzige, die mitten in einer Innenstadt liegt“, fügte Doris Lowitzki an. Zu den Kümmerern gehört neben den Geschäftsleuten Ulrike und Joachim Rodewald auch Peter Weis, der jetzige Inhaber des Traditionsgeschäftes Rodewald.

Er stiftete zusätzlich vier weitere Apfelbäume französischer Herkunft, um insbesondere an die deutsch-französische Freundschaft und die Partnerschaft zu Marcq-en-Baroeul zu erinnern. So wurde denn auch stilecht zu den Trompetenklängen des Turmbläsers David Wenderdel Apfeliges in flüssiger und fester Form angeboten.

Die Apfelwiese inklusive Ernte gehört allen Bürgern

„Die Apfelwiese und damit auch ihre Ernte gehört allen Bürgern“, bekräftigte Doris Lowitzki. Pflücken ist also ausdrücklich gewünscht. Dafür erhofft sie sich auch Unterstützung bei Instandhaltung und Pflege dieses „Kleinods“, wie Ulrike Rodewald die Wiese nennt, und träumt von einem „kleinen Apfelpark“, der hier entstehen soll. „Da wären natürlich Bänke schön, damit man sich mal niederlassen kann.“

Vorerst aber muss dafür gesorgt werden, dass das grüne Fleckchen mitten in der Stadt nicht zur Hundewiese verkommt. Entsprechende Appelle habe es schon ausreichend gegeben, heißt es. „Zu viele grüne Kernflächen haben wir wirklich nicht“, sagt der Bürgermeister, der - mit einem Augenzwinkern – jedoch davon überzeugt ist: „Kein Hund geht an einen majestätischen Baum.“

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