Seniorenbericht

Analyse der Situation der älteren Generation in Gladbeck

Wie geht es der älteren Generation in Gladbeck? Dieser Frage soll der von der CDU angeregte Seniorenbericht nachgehen.

Wie geht es der älteren Generation in Gladbeck? Dieser Frage soll der von der CDU angeregte Seniorenbericht nachgehen.

Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.   Die CDU regt einen Bericht über die Lage der älteren Generation an. Die Daten dafür soll die Verwaltung erarbeiten – gemeinsam mit den Senioren

Wie leben Senioren in Gladbeck? Wie wohnen sie, und wie ist es um ihre medizinische Versorgung gestellt? An dieser Stelle könnte man endlos mit weiteren Fragen fortfahren.

Um möglichst fundierte Antworten auf alle geben zu können, sind Daten und Analysen vonnöten. Die CDU in Gladbeck hat das Thema jetzt aufgegriffen und macht sich für einen „Seniorenbericht“ stark. Der soll sowohl die aktuelle Situation beleuchten, als auch einen Ausblick auf zukünftige notwendige Planungen geben.

Den letzten Seniorenbericht gab es 2005

Die Politik im Sozialausschuss stimmte der Idee zu, und nun soll die Verwaltung den Auftrag erhalten, sich um die Erstellung zu kümmern. So ein Datenwerk ist bereits vor 13 Jahren einmal für Gladbeck erarbeitet worden. Doch da sich auch die Lebenssituation älterer Menschen ständig verändert, ist dieser Bericht längst überholt. Die Menschen werden immer älter. Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung steigt, gleichzeitig schrumpft die Bevölkerung insgesamt. Eckdaten, die einfließen müssen in eine Analyse, damit die kommunale Planung auf einer fundierten Datengrundlage basiert.

Alle Träger sollen gehört werden

Einig sind sich alle auch darüber, dass die Beteiligung der Seniorinnen und Senioren in Gladbeck ganz wichtig ist für die Erstellung des Berichts. Und auch Träger und Vereine, die mit der Seniorenarbeit befasst sind, wie der Seniorenbeirat, Heimräte, Seniorengruppen und städtische Experten, sollen auf jeden Fall dazu gehört werden.

Erfasst werden sollen möglichst alle Bereiche, die das Leben der älteren Generation in der Stadt betreffen. Von der Einkommenssituation über Pflegeeinrichtungen, Pflegeangebote, die medizinische Versorgung (stationär, ambulant, Entlassungsmanagement), verschiedene Wohnformen für Senioren, die Mobilität, die soziale Teilhabe in der Stadt, Beratungsangebote bis zu Begegnungs- und Freizeitangeboten.

Beleuchtet werden soll auch die Situation älterer Migranten

Nicht vergessen werden darf auch die Situation von älteren Mi­granten. Auch ihr Anteil an der Bevölkerung wird wachsen. Sind damit neue Bedarfe verbunden? Wie ist diese Gruppe in die Stadtgesellschaft integriert? Zwei Fragen, die die CDU ebenfalls in dem Bericht beleuchtet wissen möchte. Für die CDU ist der Bericht zwingend notwendig, „um eine Weiterentwicklung der Seniorenpolitik in Gladbeck auf eine solide und datenbasierte Grundlage zu stellen“.

Ausdrücklich gelobt wurde von allen Fraktionen im Sozialausschuss die gute Seniorenarbeit, die schon seit Jahren in Gladbeck geleistet werde. Dafür gebe es immer wieder auch Anerkennung aus anderen Kommunen.

Kontakt zu anderen Gremien

Ein wichtiger Partner bei der Erarbeitung des Berichts dürfte auf jeden Fall auch der Seniorenbeirat sein. Seine Mitglieder beschäftigen sich mit vielen Themenfeldern und sind ebenfalls in der Seniorenpolitik sehr aktiv. Auch zu anderen Gremien, zum Beispiel zur Seniorenuniversität in Gladbecks polnischer Partnerstadt Wodzislaw, hält der Seniorenbeirat engen Kontakt. Man will Erfahrungen austauschen und voneinander lernen.

>> BEFRAGUNG DER SENIOREN

  • Über den Antrag zur Erstellung eines Seniorenberichts für Gladbeck muss nun endgültig der Rat entscheiden.
  • Für die Erarbeitung des Berichts sollen rund 50.000 bis 70.000 Euro fließen, verteilt auf die Hauhalte 2019 und 2020.
    Im Herbst nächsten Jahres könnte es bereits einen ersten Zwischenbericht geben, der dann in den zuständigen Fachausschüssen von der Verwaltung vorgestellt wird.
  • Als „zentrales Qualitätsmerkmal“ für den Seniorenbericht wird die Beteiligung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger angesehen. Dazu heißt es in der Vorlage: „Dieser partizipative Ansatz könnte auch durch eine repräsentative Befragung von Senioren ergänzt werden.“
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