Berufsinfo

An der Erich-Fried-Schule durch die Betonröhre in den BauBus

Ein informativer Blick durch die Röhre: Im BauBuswar auch Geschick am Mini-Bagger gefragt. Der Klassenlehrer der 8b der Erich Fried Schule, Stephan Knipping, weist Schüler zur Geschicklichkeitsübung ein.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Ein informativer Blick durch die Röhre: Im BauBuswar auch Geschick am Mini-Bagger gefragt. Der Klassenlehrer der 8b der Erich Fried Schule, Stephan Knipping, weist Schüler zur Geschicklichkeitsübung ein.

Gladbeck.  Das umgebaute knallgelbe Infomobil der Bauindustrie hat an der Erich-Fried-Schule Halt gemacht. Experten stellten Ausbildungsmöglichkeiten spielerisch vor

Was haben ein Bungee-Sprung aus 70 Metern Höhe und die Baubranche miteinander zu tun? Die Antwort konnten Schülerinnen und Schüler der Erich-Fried-Schule jetzt selbst herausfinden. Der knallgelbe BauBus des Bauindustrieverbandes NRW hatte Donnerstag und Freitag auf dem Schulhof am Kortenkamp in Brauck Halt gemacht, um über die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten auf dem Bau zu informieren.

„Wir machen das ganze auf spielerische Weise und auch mit Action, denn so bleiben die Infos sicher besser in den Köpfen der Schüler hängen“, informierte Hans-Günter Gonstala vom Bus-Team am Rande. Spielerisch bedeutet, dass die achten und neunten Klassen beim etwa eineinhalbstündigen Programm in Kleingruppen zwölf Mitmach-Stationen durchlaufen.

Virtueller Bungee-Sprung vom Baukran

Die auffälligste Action findet vor dem umgebauten Linien-Gelenkbus statt, etwa der Bungee-Sprung. Dabei muss freilich keiner der 13- bis 16-Jährigen einen riesigen Sprungturm erklimmen, sondern darf bequem in der gelben Bungee-Box Platz nehmen. Am Bildschirm geht es virtuell mit einem Kranführer in die Höhe, um dann den Blick von seinem luftigen Arbeitsplatz und Fall in die Tiefe über eine Bodycam-Aufnahmen

mitzuerleben. Unterstützt wird das realitätsnahe Abenteuer durch Hydraulik, die den Sitz durchrüttelt und dem Zuschauer Druckluft ins Gesicht bläst. Der Clou: Eine Bildschirmkamera macht Fotos vom ‘Bungee-Springer’ die als Ausdruck mitgenommen werden können.

Direkt daneben darf auf dem Bau-Board gesurft werden. Eine große, hydraulisch bewegte Wackelplatte mit Fußschaltern, über die Antworten gegeben werden können. Denn bei der Surfrunde über eine Baustelle via Bildschirm tauchen immer wieder Auswahl-Fragen auf. Wie lang ist das Abwasserkanalsystem in NRW? Richtige Antwort: Rund 100 000 Kilometer.

Basam von der 8c hat etwas Schwierigkeiten, schnell genug die kurz eingeblendeten Fragen zu verstehen. Kein Wunder, ist er doch erst seit neun Monaten mit seiner Familie in Deutschland, die aus dem Irak geflohen ist. Einen Job auf dem Bau zu finden, das wäre schön, sagt der 15-Jährige. „Die Kälte im Winter ist mir auch egal, Hauptsache Arbeit.“

22 Ausbildungsberufe für Hauptschüler auf dem Bau

Im Bus staunen derweil Klassenkameraden beim Infovortrag von Gregor Patora: „Mindestens 22 Ausbildungsberufe könnt ihr mit einem Hauptschulabschluss in den Bereichen Hochbau, Tiefbau oder Ausbau finden.“ Das bringt auch Joel ins Grübeln der eigentlich schon fest vor hatte, Landschaftsgärtner zu werden. „Trockenbauer ist auch interessant“, so der 15-Jährige, „da ist man auch schön drinnen, wenn es draußen kalt ist.“

Mohammed will Schweißer werden. Sowas machen seine Onkels auch und da könne man „gutes Geld verdienen“. Dann staunt der 14-Jährige, dass das durchaus auch schon als Azubi auf dem Bau möglich ist. Gregor Patora zählt auf: „Im ersten Lehrjahr gibt es 785, im zweiten 1045 und im dritten 1410 Euro Ausbildungsvergütung.“ Der Profi vom BauBus informiert auch, dass quasi direkt vor der Haustür Firmen wie die Gladbecker Fenne-Bau für Jobs ausbilden.

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