Pächterwechsel

Am 8. Februar öffnet das neue Restaurant im Wasserschloss

Das Restaurant im Wasserschloss Wittringen in Gladbeck, sagt Pächter Goran Kosevic, soll nach dem Umbau komplett anders aussehen.

Foto: Oliver Mengedoht

Das Restaurant im Wasserschloss Wittringen in Gladbeck, sagt Pächter Goran Kosevic, soll nach dem Umbau komplett anders aussehen. Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.   Der neue Pächter plant Umbauarbeiten im Restaurant, Kamin- und Jagdzimmer. Die Gäste, sagt er, werden die Gastronomie nicht wiedererkennen.

Eine Ära geht zu Ende: Seit 1984 führt Familie Neumann – zuerst Schalke-Legende Charly, dann dessen Sohn Peter – die Gastronomie im Wasserschloss Wittringen. Am 17. Dezember ist Schluss. Die Stadt hat bekanntlich den Pachtvertrag nicht verlängert. Zum 1. Januar 2018 übernehmen Goran und Mariyana Kosevic.

Nahtlos geht der Wechsel nicht vonstatten. Sobald der bisherige Pächter die Betriebsräumung abgeschlossen hat, wollen seine Nachfolger mit umfangreichen Renovierungen beginnen.

„Wir wollen so schnell wie möglich wieder öffnen“

„Das passiert in drei Bauabschnitten“, sagt Goran Kosevic im Gespräch mir der WAZ.

Starten sollen die Arbeiten im Restaurant, Kaminzimmer und Jagdzimmer folgen. „Wir wollen so schnell wie möglich wieder eröffnen. Geplant war eigentlich der 1. Februar, aber ich halte den 8. Februar für realistischer“, sagt Kosevic.

Alle Veranstaltungen, die ab dem 1. Februar schon gebucht sind, können stattfinden, kündigt der 42-Jährige an, und Vereine, Gruppen und Stammtische, die sich regelmäßig im Schloss treffen, müssen auch während der Umbauphase nicht ausweichen: „Wir finden für sie einen Platz, und für Getränke und Snacks können wir auch sorgen“, verspricht der Gastronom.

Der Gildensaal bekommt eine neue Bestuhlung

Die Arbeiten, die bis zur Wiedereröffnung nicht erledigt werden können, folgen später: Der Gildensaal bekommt eine neue Bestuhlung, die Terrasse soll „besser in Szene gesetzt“ werden, und Kosevic will „unbedingt auch den Balkon am Gildensaal nutzbar machen“.

Bis Ostern, schätzt er, ist alles fertig: „Die Gäste werden die Schloss-Gastronomie nicht wiedererkennen.“ Er selbst könne den Start an seiner neuen Wirkungsstätte kaum erwarten.

„Wir wissen immer noch nicht, wie es für uns weitergeht“

Von solcher Euphorie sind die Mitarbeiter weit entfernt. „Wir wissen immer noch nicht, wie es für uns weitergeht“, sagt eine Angestellte, die namentlich nicht genannt werden will. Alle 15 Festangestellten haben vom bisherigen Pächter die Kündigung bekommen. „Vier Kollegen haben etwas Neues gefunden, andere mit dem künftigen Pächter Einzelgespräche geführt, sie konnten sich bei ihm um eine Stelle bewerben, seine Entscheidung steht aber noch aus. Wir hängen immer noch in der Luft.“

Einige Kollegen wollen nach ihrer Kenntnis klagen, weil sie den Pächterwechsel für einen Betriebsübergang halten, bei dem der Nachfolger den Betrieb mit allen Rechten und Pflichten, auch dem Personal, übernehmen müsse. Bei aller Ungewissheit, die alle belaste: Bis zum 17. Dezember, ihrem letzten Arbeitstag, „werden wir uns bemühen, unsere Gäste unseren Frust nicht spüren zu lassen“.

„Meine Frau und ich werden ständig vor Ort sein“

Nur sechs Mitarbeiter aus der Küche und dem Service hätten sein Gesprächsangebot genutzt, und er werde „allen eine Chance geben“, sagt Goran Kosevic. Verwaltungsmitarbeiter brauche er dagegen nicht: „Meine Frau und ich werden ja ständig vor Ort sein und diese Arbeiten selbst erledigen.“

Das „Brauhaus Fischer“ in Altenessen, das sie seit acht Jahren betreiben, führt in Zukunft ihr bisheriger Oberkellner weiter. Mariyana und Goran Kosevic wollen sich ganz auf die Schloss-Gastronomie konzentrieren. „Wir freuen uns schon riesig auf eine superschöne Zeit.“

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