Gesundheitsseminar

Allergien stehen im Arzt-Patienten-Seminar Gladbeck im Fokus

Josi Marten, Stephanie Janus, Heidi to Roxel, Dr. Peter Gunther Auer, Caspar Linden und Dr. Ulrich Peters (v. l.) nehmen im 28. Arzt-Patienten-Seminar in Gladbeck Allergien in den Fokus. Foto:Michael Korte

Josi Marten, Stephanie Janus, Heidi to Roxel, Dr. Peter Gunther Auer, Caspar Linden und Dr. Ulrich Peters (v. l.) nehmen im 28. Arzt-Patienten-Seminar in Gladbeck Allergien in den Fokus. Foto:Michael Korte

Gladbeck.   Im Seminar am 6. Oktober im Gladbecker Ratssaal erläutern Mediziner Hintergründe, klären auf und geben den Besuchern Tipps zur Selbsthilfe.

Manchmal setzt der Körper seelische Befindlichkeiten physisch um – eine Folge davon können Allergien sein. Doch es ist nicht ein einziger Faktor Auslöser für Reaktionen wie tränende Augen, Magen-Darm-Probleme, Hautausschläge & Co.. Dr. Peter Gunther Auer, Chefarzt für Innere Medizin und konservative Intensivmedizin am St.-Barbara-Hospital: „Allergien sind ein Riesenthema.“ Damit beschäftigt sich das Arzt-Patienten-Seminar am Samstag, 6. Oktober, im Ratssaal des Alten Rathauses. Titel: „Allergien im Fokus. Das Immunsystem spielt verrückt“.

Mit Mythen aufräumen

Allergien haben vielerlei Ursachen, unterstreicht Auer. Zum Beispiel Genetik, Umweltgifte und Stress. so Auer. Und immer mehr Menschen seien betroffen, konstatieren Heidi to Roxel und Stephanie Janus von der städtischen Betreuungsstelle für Freiwilliges Engagement: mehr als 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung deutschlandweit. Verständlich, dass Betroffene Informationsbedarf haben.

„Fragen sind ausdrücklich erwünscht“, betont Auer, der die Veranstaltung auch moderiert. Und in Vier-Augen-Gesprächen mit den Fachleuten haben Besucher die Möglichkeit, persönliche Probleme anzusprechen. Da dürften den Seminar-Teilnehmern etliche Themen auf den Nägeln brennen. Am Herzen liegt Auer und seinen Kollegen, aufzuklären, Gefahren aufzuzeigen und den Zuhörern auch Hilfen zur Selbsthilfe an die Hand zu geben. Denn, so Auer: „Jeder kann selbst etwas tun, Allergien sind nicht schicksalhaft.“ Er ist es, der in seinem Vortrag Wege aufzeichnen wird, „wie man seinen Körper resistenter machen kann“. Der Mediziner: „Stress ist ein großes Thema: Er wird vom Körper in Entzündungen umgesetzt.“

Über Nahrungsmittelunverträglichkeiten wird Dr. Peter Rüb, Leitender Oberarzt Gastroenterologie, sprechen. Er will mit Mythen aufräumen. „Häufig werden Allergie und Intoleranz verwechselt“, stellt Auer fest.

Kollege Dr. Ulrich Peters referiert über den „langen Weg zum Asthma“. Der Leitende Oberarzt Pneumologie sagt: „Es kann eine Allergie dahinter stecken, muss aber nicht.“ In etwa jedem zehnten Fall sei es so. „Es ist Krimiarbeit her­auszufinden, um welche Allergie es sich handelt“, so der Experte. Am häufigsten ist der Heuschnupfen mit fast 15 Prozent. Es folgen Asthma bronchiale, Haut- und Nahrungsmittel-Allergien.

Den allergischen Schock wird Caspar Linden erklären. Der Oberarzt am Institut für Anästhesie will unter anderem Gefahren, beispielsweise nach einem Wespenstich, darlegen. Ein allergischer Schock kann bis zum Tod führen. Im Ernstfall „gibt es nur einen Trumpf: Adrenalin“.

Rezepte von Mutter Natur

Eine zentrale Frage im Arzt-Patienten-Seminar: Wie lässt sich mehr Immun-Toleranz herstellen? Neben verändertem Verhalten – Stressabbau – kann auch Pflanzenheilkunde hilfreich sein. Der Kneipp-Verein stellt vor, welche Mittel Mutter Natur bietet. Vereinsvorsitzende Josi Marten: „Wir werden Tees vorstellen.“ Außerdem können die Besucher Atemübungen kennen lernen.

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