Schrottimmobilien

Abriss der Möbelhausruine Tacke in Gladbeck ist gestartet

Auf dem Gelände vom Möbelhaus Tacke am Bramsfeld in Gladbeck haben die vorbereitenden Arbeiten für den Abriss der Möbelhausruine begonnen.

Auf dem Gelände vom Möbelhaus Tacke am Bramsfeld in Gladbeck haben die vorbereitenden Arbeiten für den Abriss der Möbelhausruine begonnen.

Foto: Heinrich Jung

Gladbeck.   Ende des Jahres soll die Schrottimmobilie am Bramsfeld in Gladbeck verschwunden sein. Der neue Eigentümer will die Fläche „baureif verkaufen“.

Nach 20 Jahren Stillstand wird das ehemalige Möbelhaus Tacke am Bramsfeld tatsächlich abgerissen. Noch im Planungsausschuss Anfang Mai hatte Stadtbaurat Dr. Volker Kreuzer die Situation dort als „völlig unbefriedigend“ bezeichnet. Seit zwei Tagen ist aber ein Bagger damit beschäftigt, die Asphaltdecke auf dem zum Objekt gehörenden Parkplatz aufzureißen.

Und auf der Internetseite des beauftragten Abbauunternehmens wird der „Rückbau eines Möbelhauskomplexes mit neungeschossiger Verkaufshalle und Lagerhallen“ verkündet. Baubeginn: Juni 2019.

NRW-Staatssekretär Dr. Jan Heinisch zu Gast bei der CDU

Auf einmal nehmen die Ereignisse rund um die problematische Schrottimmobilie also richtig Fahrt auf. Und das gleich in mehrere Richtungen. Dienstagnachmittag war, wie der Zufall es so will, Dr. Jan Heinisch in Gladbeck zu Gast.

Auf Einladung vom CDU-Stadtverband schaute sich der CDU-Staatssekretär im NRW-Bauministerium – die Schrottimmobilien in Gladbeck an. Vor Tacke stehend, wurde die Gruppe auf die Bautätigkeit aufmerksam. „Wir begrüßen den Abriss natürlich auf jeden Fall“, betonte Ulrich Namyslo von der CDU-Fraktion. Allerdings sei man verwundert über die Tatsache, dass Bürgermeister Ulrich Roland noch nicht über die Entwicklung am Bramsfeld informiert habe. „Oder sollte es der Fall sein, dass er gar nichts davon weiß? Das hätte dann allerdings etwas“, wunderte sich CDU-Stadtverbandsvorsitzender Dietmar Drosdzol.

Die Anwohner, sagt die CDU, seien sehr irritiert

Die direkten Anwohner seien auf jeden Fall sehr verwundert. „Sie haben bislang keinerlei Informationen über Lärm- und Staubbelästigungen während der Abbrucharbeiten erhalten und fragen sich außerdem, wie mit möglichen Giftstoffen wie z. B. Asbest verfahren wird“, so Namyslo weiter. Die Verunsicherung sei groß.

„Ganz konkret wissen wir seit Dienstag von den Arbeiten“, erklärte auf Anfrage der WAZ Wirtschaftsförderer Peter Breßer-Barnebeck. Derzeit liefen auf dem Gelände vorbereitende Arbeiten. Mit dem eigentlichen Abriss solle im Juli begonnen werden. „Und erst dann muss der Unternehmer der Stadtverwaltung den Abriss auch anzeigen, damit dann auch der Kreis informiert und ein Entsorgungskonzept erstellt werden kann. Die Abrissgenehmigung liegt ja bereits vom Vorbesitzer vor“, erklärt Breßer-Barnebeck.

Partner bei der Vermarktung der baureifen Flächen wird Volksbank Immobilien sein

Ende des Jahres soll die Möbelhausruine verschwunden sein, so die Auskunft des neuen Eigentümers, der Mülheimer MCS Projekt und Beteiligungs GmbH. Das Unternehmen will dort nicht selber bauen, sondern die Flächen „baureif verkaufen“. Ein Partner dabei wird die Volksbank Immobilien sein. „Insofern kann man die Entwicklung nur als genial bezeichnen“, so der Wirtschaftsförderer. Und auch Bürgermeister Ulrich Roland geht von einer leichteren Wohnbauentwicklung aus, wenn die Möbelhausruine am Bramsfeld erst beseitigt ist.