Gemeindefest

111 Jahre St. Marien: Gemeinde feiert ein großes Fest

In gemütlicher Runde bestand reichlich Gelegenheit, gute Gespräche zu führen und sich des wechselvollen Gemeindelebens zu erinnern.

In gemütlicher Runde bestand reichlich Gelegenheit, gute Gespräche zu führen und sich des wechselvollen Gemeindelebens zu erinnern.

Foto: Heinrich Jung

Gladbeck.   Viele Gruppen beteiligten sich an der Ausgestaltung der Feier. Im Blaulichtgottesdienst wurde Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen gedankt.

Als lebendige Gemeinde präsentierte sich am Samstag St. Marien. Anlässlich des 111. Geburtstags beteiligten sich auf Initiative der Messdiener praktisch alle Gruppen mit Aktionen an dem Fest.

„1 Tag, 11 Aktionen, 111 Jahre St. Marien“ lautete das Motto. Daran wirkten am Samstag folgende Gruppen mit: Messdiener St. Marien, KJG St. Marien, KAB, KFD, Kulturausschuss St. Marien, Theatergruppe KFD St. Marien, Gemeinderat und Zwei007 Frauen.

„Wir haben uns zu Beginn alle an eine große Tafel gesetzt und gefrühstückt. Jeder hat was mitgebracht. Eigentlich war es schon ein Brunch“, so Stephan Lauer (24) von der Leiterrunde der Messdiener. Die Aufgaben waren klar verteilt: Der Kuchenstand, betreut von den KFD-Damen, bog sich regelrecht unter der süßen Last. KAB-Mitglieder wirbelten am Getränke- und Grillstand.

Gäste durften aktiv werden

Doch die Gäste ließen sich nicht nur verwöhnen, sondern wurden selbst aktiv. Beispielsweise wurde eine gefällte Robinie farbig angemalt, und auf dem Stamm verewigten sich vor allem Kinder gerne mit ihrem Namen. Lauer: „Der Stamm wird auf der Wiese aufgestellt, wie eine bunte Stele.“

Mit Wonne verfolgten die kleinen Besucher auch die Arbeit der beiden Fotografinnen Iris Schwulera und Anke Kipker. Sie fotografierten die Gemeindemitglieder und gestalteten aus den ausgedruckten Foto-Ausschnitten eine Collage auf schwarzem Grund, die die Silhouette der Kirche St. Marien darstellte.

„Mein Vater hat damals an dem Altar mitgebaut“

„Ich war auch Messdiener“, erinnerte sich Dieter Schwarze (79), „und mein Vater hat damals an dem Altar mitgebaut.“ Auch dass die Gottesdienste in seiner Jugendzeit in dem Saal einer Gaststätte stattfinden mussten, bleibt ihm unvergesslich.

Dass die Bögen von St. Marien nachts blau angestrahlt werden, brachte die Veranstalter auf einen weitere Idee zu den 11 Aktionen zum 111-jährigen Bestehen: Um 18.30 Uhr wurde erstmals ein „Blaulichtgottesdienst“ gefeiert. Stephan Lauer: „Wir haben Polizei, Feuerwehr, THW, das Deutsche Rote Kreuz, die Malteser und weitere Hilfsorganisationen eingeladen - einfach mal um Danke zu sagen für das, was sie für uns leisten.“ Der Kirchenvorplatz war gefüllt mit Einsatzfahrzeugen, und das Kirchenschiff erstrahlte in sattem Blau.

Mit Kunstständen, Sketchen und weiteren Aktionen war der Festtag gefüllt. Stephan Lauer war sich sicher: „In Zeiten von Gemeindefusionen und Kirchenschließungen sind wir gut aufgestellt. Wir haben ein Zeichen gesetzt.“

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