Konzert

Zwei Trios servieren Musik für Feinschmecker

Die Unplugged-Band „Trionale“ begeisterte mit ihrem Konzert in der Kaue Gelsenkirchen.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Die Unplugged-Band „Trionale“ begeisterte mit ihrem Konzert in der Kaue Gelsenkirchen. Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.   Zum dritten Mal vereinten sich die Duisburger und Essener Trios „Small is beautiful“ und „Trionova“ in der Kaue zur „Trionale“.

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Man kann schon fast sagen „Alle Jahre wieder“. Denn zum dritten Mal in Folge vereinten sich die Duisburger und Essener Trios „Small is beautiful“ und „Trionova“ in der Kaue an der Wilhelminenstraße zum Musikkollektiv „Trionale“. Das Sextett bot Musik der Extraklasse, Musik für Feinschmecker – von denen sich allerdings nur rund 80 vor der Bühne zum gemeinsamen Hörgenuss versammelt hatten.

Ein bisschen keimfrei

„Die Besten sind gekommen“ – so begrüße Jupp Götz, der als so etwas wie der Sprecher der Liaison fungierte, das Publikum. Und fuhr fort: „Wir wissen nicht, was wir noch mehr tun können.“ Keine Frage, „Trionale“ hätte ein größeres Publikum verdient; mit Selbstmitleid tut Götz sich und seinen Freunden aber keinen Gefallen. Die sechs Musiker boten ausgezeichnete Covermusik, die diesen Begriff aber fast gar nicht verdient.

„Old Man“ von Neil Young, „Look back in Anger“ von Oasis, Ricky Nelsons „Lonesome Town“ mit einer wunderbaren Steel Gitarre, „The Way it is“ von Bruce Hornsby – man erkennt die Originale, hört aber auch den eigenen Ansatz, den eigenen Sound, den Trionale den Hits abringt.

Und wenn Minerva Díaz Pérez U2s „I Still haven’t found what I’m looking for“ so sehnsuchtsvoll singt, dass man am liebsten mitsuchen würde, kann jede Grillparty ins Feuer pusten. Die kann man jeden Tag feiern, ein musikalischer Festschmaus wie dieser wird hingegen nur selten aufgetischt.

Sechs Vollblutmusiker

„Trionale“ – das sind sechs Vollblutmusiker, die größere Anerkennung verdienen. Diese Art von Musik ist eigentlich ideal für die sommerlichen Stadtgarten-Konzerte, bei denen sich unabhängig von den auftretenden Gruppen immer etwa 1000 Besucher einfinden.

Einwenden kann man aber eines: dass – bei aller Inbrunst, bei allem Streben nach Präzision und Perfektion – alles ein bisschen keimfrei bleibt. Es gibt keinen Blues ohne Schweiß, Dreck und Staub.

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