Konzertabend

Zeitgenössische Musik aus Europa in Gelsenkirchen

Das Klavierduo Yseult Jost (r.) und Domingos Costa widmet sich am Freitag zeitgenössischer Musik in der Gelsenkirchener Flora.    

Das Klavierduo Yseult Jost (r.) und Domingos Costa widmet sich am Freitag zeitgenössischer Musik in der Gelsenkirchener Flora.    

Foto: Foto: Flora

Gelsenkirchen.   Wie klingt zeitgenössische Musik aus Frankreich oder Portugal? Dieser Fragen spürt das Klavierduo Jost Costa in der Gelsenkirchener Flora nach.

Wie klingt zeitgenössische Musik in Portugal und Frankreich? Was unterscheidet die Klänge von aktuellen Kompositionen aus Deutschland? Diesen Fragen spürt das Klavierduo Yseult Jost und Domingos Costas nach.

Am Freitag, 24. Mai, nehmen sie das Gelsenkirchener Publikum mit auf ihre musikalische Reise: „Transmusica“ heißt ihr Projekt, das Gemeinsamkeiten und Unterschiede erlebbar machen möchte.

Fünf Komponisten aus fünf Ländern

Die Französin Yseult Jost und der Portugiese Domingos Costa, beide mit Wohnsitz in Stuttgart, haben sich fünf Komponisten aus fünf Ländern (Portugal, Italien, Südafrika, Frankreich, Deutschland) ausgesucht und sie um Kompositionen zum Thema „Identität“ gebeten.

Im Mittelpunkt standen dabei die Fragen: Welche musikimmanenten Beziehungen bestehen zwischen Kompositionen aus verschiedenen Ländern? Gibt es so etwas wie nationale Identitäten (auch) in zeitgenössischer Musik?

„Ich habe lange über das Thema nachgedacht und habe, als ich die Werke der anderen beteiligten Komponisten gehört habe und mit meiner Komposition verglichen habe, gemerkt, dass es eben doch etwas typisch Deutsches gibt, eine eigene Identität der Musik“, erzählt der Gelsenkirchener Komponist Michael Em Walter, der das Werk „Was du (be)schreibst, kann ich (um)schreiben“ beigesteuert hat. „Mein Stück baut auf Linien auf, das ist typisch deutsch“, findet Walter.

Neben seinem erklingen auch Werke des Portugiesen Paulo Bastos (Jahrgang 1967): „Sou já do que fui“, des Franzosen Nicolas Jacquot (Jahrgang 1983): „South by West“, des Briten John Palmer (Jahrgang 1959): „Fado“ und des Italieners Riccardo Vaglini (Jahrgang 1965): „Ruínas fingídas“.Nachdem das Programm gerade in Venedig und Camino al Tagliamento zu hören war, macht es nun in Gelsenkirchen Station.

Konzerte in verschiedenen Ländern

„Der Kulturraum ‘Die Flora’ bietet einfach einen hervorragenden Rahmen für ein derartiges Konzert“, schwärmt Michael Em Walter. Auch das Duo Jost/Costas war hier schon zu Gast und kommt nun gerne wieder.„In Dijon haben beide übrigens dieses Konzertprogramm gerade vor ausverkauftem Haus gespielt, dort mussten sogar Besucher abgewiesen werden, weil das Interesse größer war als die Anzahl der Plätze im Saal“, erwähnt Michael Em Walter, der sich ein ähnlich großes Interesse natürlich auch in Gelsenkirchen wünscht. Weitere Konzertstationen sind unter anderem Braga, Stuttgart, Johannesburg und Kapstadt. Ermöglicht wird das außergewöhnliche Musikprojekt vom Goethe-Institut. Zu den Projektpartnern zählen das Festival Camino degenere, das Conservatorio di Musica in Venedig, die Pretoria und die Nelson Mandela University sowie der Kulturraum „die Flora“.

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