Kultur

Zehnte Nacht der Autoren in Gelsenkirchen

Rund vierzig Zuhörer verfolgen am Samstag die 10. Nacht der Autoren im Saal der Arbeiterwohlfahrt  an der Grenzstraße in Gelsenkirchen. Im Bild Autor Frank Bruns, der aus seinem Buch „Die Korsarin" liest.

Foto: Foto: Martin Möller / Funke Fot

Rund vierzig Zuhörer verfolgen am Samstag die 10. Nacht der Autoren im Saal der Arbeiterwohlfahrt an der Grenzstraße in Gelsenkirchen. Im Bild Autor Frank Bruns, der aus seinem Buch „Die Korsarin" liest. Foto: Foto: Martin Möller / Funke Fot

Gelsenkirchen.   Die „Nacht der Autoren“ hat sich in der Szene etabliert. Bereits die zehnte Auflage. Mit einem unheimlich starken Auftritt beeindruckt Markus Kiefer.

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Mit einem furiosen Auftakt von Edith Suchodrew und Schauspieler Markus Kiefer startete die „Nacht der Autoren“ zum zehnten Mal. Ort des Geschehens war in diesem Jahr die Arbeiterwohlfahrt an der Grenzstraße. Für die etwas über 40 Gäste waren die Räume eigentlich zu groß bemessen, aber mit viel Elan, guter Laune, Musik und spannender Literatur wurde der Saal zum Leben erweckt.
Organisatorin Jenny Canales hatte die Veranstaltung gut im Griff. Frank Bruns eröffnete den Abend darüber hinaus mit der Ausstellung „Sommer-Impressionen“ von Christoph Wolozyn, Wolfgang Benecken, Edith Suchodrew, Wini M., Evelyn Grossmann und Jenny Canales. Bilder mit ganz unterschiedlichen Motiven und Techniken zierten die Wände.

Das Motto der Awo „Der Mensch im Mittelpunkt“ wurde auch von den Anwesenden gelebt. Bruns bezeichnete die Künstler als Ideenentwickler, die Neues erschaffen, Menschen in Erstaunen versetzen. „Maler, Musiker und Literaten halten uns einen Spiegel vor“, erklärte er. Sie böten die Möglichkeit, einen anderen Blick auf die Realitäten der Welt zu werfen. Ein Abend mit vielversprechenden Stunden, die man mit allen Sinnen erfahren konnte.

Das Outfit einiger Damen trug schon zum künstlerischen Genuss allein durch den Anblick bei. Große, elegante Hüte in Blau und Schwarz, hübsch geschminkte Gesichter, auffälliger Schmuck, eine große lachsfarbene Deko-Blüte auf schwarzem Oberteil. Ein echter Blickfang. Literatur – ob auf CD oder in Buchform und Bilder gab es an Ort und Stelle kaufen.

„Die Nacht der Autoren findet zweimal im Jahr statt“, klärte Frank Bruns auf. Viel besser bekannt ist der Museumspädagoge den Literaturfans als Francis Brown. Die Doppellesungen „Nacht der Autoren“ gibt es immer in Gelsenkirchen und im selben Jahr noch einmal in Mülheim, dann aber meist mit anderen Autoren. Was häufig gleich bleibt, ist das Publikum. Das fährt der Literatur gerne hinterher.

Eine lebendige Szene

Frank Bruns hat in der Stadt an der Ruhr das Häuschen von Oma und Opa zur Künstlerstube ausgebaut. Die „Fünte“ direkt an der B 1 war ursprünglich Bergmannskneipe, danach einige Zeit mal Edelgastronomie und beherbergt jetzt Kunstausstellungen, bietet namhaften Literaten und auch Nachwuchsautoren Raum für Lesungen, ist Studio-Theater und Krimi-Dinner-Spielort zugleich.

„Der Austausch zwischen Schreibenden und Literaturliebhabern ist uns besonders wichtig“, betont Jenny Canales. Und so gibt es eine lebendige Szene bei der Nacht der Autoren. Die meisten kennen sich untereinander, neue Interessierte kommen dazu.

An diesem Samstagabend in der Awo an der Grenzstraße konnte man Prof. Achim Albrecht, Hans Frey, Dörthe Huth, Frank Bruns, Christine Eisel und Jenny Canales genießen. Außerdem lasen Harry Liedtke, Gigi Luisoder, Marcus Watolla, Tina Becker und Christoph Steven.

Mit einem unheimlich starken Auftritt beeindruckte zu Beginn Markus Kiefer. Er präsentierte mit großer Variationsfähigkeit seiner Stimme, mit Einsatz von Körper und Mimik Francois Villon aus einer Übertragung von Paul Zech. Der 1965 geborene Schauspieler und Synchronsprecher ist „in diesem Jahr gut beschäftigt“. Gelernt hat er sein Können nicht etwa an einer berühmten Schauspielschule. „Nein, ich bin Autodidakt“.

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