Zoo

Im Zoom malen Otter und Orang-Utans wie Picasso

Drei Asiatische Zwergotter malen aufgeregt mit ihrer Pflegerin Gina Maaßen. Dabei suchen sie eigentlich nur nach Futter auf der Leinwand.

Foto: Martin Möller

Drei Asiatische Zwergotter malen aufgeregt mit ihrer Pflegerin Gina Maaßen. Dabei suchen sie eigentlich nur nach Futter auf der Leinwand. Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   In der Zoom-Erlebniswelt malt ein Otter-Trio abstrakte Bilder. Auch Orang-Utan Schubbi ist kreativ. Der Zoo-Shop verkauft sogar seine Werke.

Sie sind die Picassos des Tierparks, die wahren Meister der modernen Malerei: Wenn Otis, Oktavia und Olga zu Farbe und Leinwand greifen, dann entstehen garantiert abstrakte Kompositionen. Immer dynamisch, immer farbexplosiv. Als kreatives Künstlertrio sind die drei quirligen Zwergotter einfach unschlagbar. Ihr Atelier liegt mitten in der Erlebniswelt Asien im Bismarcker Zoom.

Und hier in der Tropenhalle lebt noch ein weiteres Kunst-Genie: Der zottelige Orang-Utan Schubbi schwingt mit Begeisterung den Farbpinsel und findet das gar nicht affig. Die Zoomitarbeiter lassen die Tiere auch nicht malen, damit sie sich zum Affen machen. Für Otter und Orang-Utan bedeutet der Umgang mit Pinsel und Leinwand vor allem Beschäftigungstherapie und Unterhaltung.

Weiche Pfötchen wühlen in Farbe

Der zweite wichtige Grund, erklärt Zoom-Sprecherin Sabine Haas, ist das sogenannte Medical Training: „Über das Malen kommt der Pfleger besonders nah an die Tiere heran.“ Mensch und Tier stehen sich bei der Kunstaktion Auge in Auge gegenüber. Wenn die drei Zwergotter Pflegerin Gina Maaßen mit Leinwand und Farben entdecken, dann fiepen sie lautstark vor Vergnügen. Die 32-Jährige kommt besonders nah an das Mini-Otter-Trio heran. Warum die Drei so gerne malen? „Sie sind einfach unglaublich neugierig und verfressen.“ Heißt: Sie wühlen mit ihren weichen Pfötchen in der Farbe herum auf der Suche nach Fressbarem. So entstehen die kleinen Gemälde.

Leckerchen als Motivationshilfe

„Ursprünglich wollten wir einfach nur Abdrücke der Pfötchen machen“, schmunzelt Gina Maaßen. „Da haben wir gemerkt, wie wuselig die drei asiatischen Otter sind und was unter ihren Pfoten mit der Farbe entsteht.“ Ein neuer Otter-Spaß war geboren. Und Leckerchen gibt’s natürlich als Motivationshilfe zwischendurch.

Malende Otter aus Gelsenkirchen

Die drei Geschwister sind zwar nicht besonders virtuos, aber lustig sieht es schon aus, wenn die drei Otter mit Farbe rumschmieren.
Malende Otter aus Gelsenkirchen

Die Pflegerin lockt das durch die Tropenhalle im Gleichschritt watschelnde, acht Jahre alte Geschwister-Trio mit ein paar Affen-Pellets: „Die mögen sie besonders gerne, ansonsten sind die Zwergotter Allesfresser.“

Zoo-Shop verkauft die Affenbilder

Gekochte Nudeln, Obst, Gemüse lieben sie, aber auch Maus, Küken, Ratte stehen auch dem Speiseplan ganz oben. Otis, Oktavia und Olga lassen sich von ihrer Lieblingspflegerin auch über die Pfötchen oder den Kopf streicheln. Man kennt sich, man vertraut sich, dank gemeinsamer Malstunden. Ein Fremder dürfte das nicht: Die Otter besitzen spitze Zähne!

Die drei Otter und die Orang-Utan-Affenbande leben gemeinsam auf einer Anlage in Asien. Maaßen: „Und sie verstehen sich prächtig. Gerade Affenboss Schubbi mag die Otter.“ Sie dürfen auch schon mal an seinem langen Fell ziehen: „Schubbi ist ein netter, sanftmütiger Typ.“ Ob Otter und Orangs: Sie alle malen mit ungefährlichen Kindermalfarben. Im Zoom-Shop gleich im Eingangsbereich des Zoos werden übrigens die Gemälde des 45-jährigen Malerfürsten Schubbi verkauft, zu handzahmen Preisen zwischen 10 und 20 Euro. Zu einem Original-Schubbi gibt’s noch ein Echtheitszertifikat obendrauf.

>> WAZ verlost ein Otter-Bild

Die WAZ verlost an Leser das bunte Gemälde des Ottertrios. Interessenten schicken bis Freitag, 18. August, eine Mail mit dem Stichwort „Otter“ an: WAZ-Redaktion, Ahstraße 12, 45879 Gelsenkirchen.


Der Gewinner erhält das Bild per Post, darum die Angabe der Adresse nicht vergessen.

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