Wissenschaftsministerin stellt „Selma“ vor

Foto: Sebastian Konopka / Archiv

„Wie kann erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingen?“ Mit diesem Projektauftrag startete jetzt das Vorhaben „Selma“ (Selektivität und Mehrdeutigkeit in Arbeitskulturen) am Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule.

„Wie kann erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingen?“ Mit diesem Projektauftrag startete jetzt das Vorhaben „Selma“ (Selektivität und Mehrdeutigkeit in Arbeitskulturen) am Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule.

Ziel des neuen Projektes ist es, die Potenziale von Flüchtlingen für Betriebe aus den Branchen Altenpflege, IT-Wirtschaft und Bauhandwerk zu nutzen, Flüchtlinge so besser zu integrieren und am Arbeitsplatz zu halten. Das Land stellt für Selma bis 2018 mehr als 400 000 Euro bereit.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hob jetzt im Wissenschaftspark hervor, dass der keltische Frauenname Selma, der schöne Aussicht bedeute, der passende Titel für ein Projekt sei, das darauf zielt, geflüchteten Menschen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft zu geben. „Hier verbinden sich die besonderen Stärken NRWs in den Bereichen Integration und Arbeit.“

Dass sich drei wissenschaftliche Institute im Wissenschaftspark Gelsenkirchen (IAT, das Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention sowie das Institut für Stadtgeschichte) zu einem Konsortium zusammengeschlossen haben und ihre Kompetenzen bündeln, mache die Besonderheit von Selma aus: „Sie sitzen in ihrem Forschungsfeld mittendrin in der Praxis und können uns wertvolle Impulse geben.“

Arbeit als Integrationsmotor

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski betonte aus Erfahrung mit der Aufnahme von Migranten und Geflüchteten: „Nichts ist ihnen so wichtig wie Arbeit. Arbeit kann einer der stärksten Integrationsmotoren sein.“ Professor Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, ergänzte: „Es geht nicht nur um die Integration, sondern auch um eine Arbeitswelt, die sich mit Digitalisierung und Industrie 4.0 gerade neu erfindet.“ Um dort Potenziale zu entdecken, müsse man die Lebenskontexte der Neuankömmlinge besser verstehen, das zeige auch das Talentscouting an der Westfälischen Hochschule.

Das Projekt Selma soll jedoch nicht allein wissenschaftliche Ergebnisse produzieren und diese veröffentlichen, sondern vor allem praktische Erkenntnisse für die Arbeit in Gelsenkirchen liefern.

Das Projekt will nicht nur für Flüchtlinge Perspektiven am Arbeitsplatz entwickeln, es untersucht zudem, welche Einflussfaktoren die Arbeitsmarktintegration erschweren oder erleichtern. Letztlich sollen Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Interessensverbände formuliert werden.

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