Flüchtlingsunterkunft

Weiter Ungewissheiten nach Brand in Traglufthalle für Flüchtlinge

Am Tag nach dem Brand wurde das Ausmaß der Zerstörung sichtbar.

Am Tag nach dem Brand wurde das Ausmaß der Zerstörung sichtbar.

Foto: Foto: Martin Möller / Funke Fot

Gelsenkirchen.  Nach dem Brand in der Flüchtlingsunterkunft hat die Verwaltung sich schriftlich erklärt. Die Erkenntnisse sind bisher allenthalben dürftig.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nach dem Brand der Traglufthalle in Schaffrath am 9. Mai und nachdem Rechtsdezernent Dr. Christopher Schmitt die Mitglieder des Hauptausschusses darüber informierte, dass die Halle zum Zeitpunkt des Feuers gar nicht versichert war, lag dem Ausschuss für Soziales und Arbeit (ASA) zur Sitzung am Mittwoch ein schriftlicher Bericht der Verwaltung vor.

Die grundsätzlich gute Nachricht: Niemandem ist bei dem Brand etwas zugestoßen. 97 Geflüchtete waren am 9. Mai in der Gemeinschaftsunterkunft gemeldet, 47 von ihnen anwesend, als der Brand ausbrach. Noch in der Nacht zum 10. Mai wurden die Menschen in der Notunterkunft des Landes, der Mehringschule untergebracht. Tags darauf zogen die Flüchtlinge in die städtischen Unterkünfte Adenauerallee, St. Theresia-Kirche und Ückendorfer Straße.

Ursache und Schadenshöhe weiter unklar

Das Caritas-Personal aus der Traglufthalle übernahm vorübergehend die Leitung im Ückendorfer Haus. So weit, so gut in dieser Notsituation. Neue Fakten rund um die ungeklärte Versicherungssituation gab es auch im ASA nicht. In der Diskussion rund um das Unglück tauchte auch dieser Aspekt auf: Ob nicht der ASA nur für die menschlich-soziale Komponente des Unglücks und der Hauptausschuss für die technische Seite zuständig sei? Das voneinander zu trennen, halte er für sehr schwierig, sagte Ausschutzvorsitzender Lutz Dworzak (SPD). Grundsätzlich meinte er, „war das der erste Aufschlag“.

Immerhin gibt es noch kein polizeiliches Ermittlungsergebnis, wie es zu dem Brand kam. Ebenfalls ungeklärt ist, wie hoch der finanzielle Schaden tatsächlich ist, auf dem die Stadt sitzen bleibt. Allgemein begrüßt wurde vor diesem Hintergrund die Ankündigung von (Noch-) Sozialdezernentin und Kämmerin Karin Welge, sie werde die zuständigen Gremien – auch den ASA – über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (4) Kommentar schreiben