Sicherheitspartnerschaft

Warnwesten für einen sicheren Schulweg in Gelsenkirchen

Polizist Carsten Jahns ist als Moderator auf dem Gelsenkirchener Bahnhofsvorplatz aktiv und begrüßte hunderte Kinder aus Kitas und Grundschulen, die sich auf ein buntes Bühenprogramm freuen konnten. Zum Ausflug in die Stadt trugen sie Warnwesten.

Polizist Carsten Jahns ist als Moderator auf dem Gelsenkirchener Bahnhofsvorplatz aktiv und begrüßte hunderte Kinder aus Kitas und Grundschulen, die sich auf ein buntes Bühenprogramm freuen konnten. Zum Ausflug in die Stadt trugen sie Warnwesten.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen-Altstadt.  Initiative „Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr“ ist 20 Jahre alt. Die Zahl der Unfälle mit Kindern in Gelsenkirchen ist drastisch gesunken.

Ein Meer aus Warnwesten, Überwurfdreiecken und Tornisterüberzügen: Zahlreiche Kita-Kinder und Schulanfänger versammeln sich am Bahnhofsvorplatz zu einem bunten Bühnenprogramm. Die Ordnungspartnerschaft „Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr“ feiert ihr 20 jähriges Jubiläum.

Gründung der Initiative in Gelsenkirchen

Mit 188 Kinderunfällen pro Jahr belegte Gelsenkirchen 1999 in Nordrhein-Westfalen (NRW) den letzten Platz. „Um die Unfälle kontinuierlich und gravierend zu senken, haben wir beschlossen, die Initiative ‘Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr’ zu gründen“, berichtet der Geschäftsführer der Ordnungspartnerschaft Reinhard Michels.

Zahl der Unfälle geht stark zurück

Heute blickt die Initiative auf 20 erfolgreiche Jahre zurück. „Die Zahl an toten Kindern ist über die Jahre hinweg drastisch gesunken“, sagt Michels, der das auch auf Aktionen der Partnerschaft zurückführt. Allerdings findet er eine Zahl besonders beunruhigend: 2018 verzeichnete man 45 verunglückte Kinder als Mitfahrer. Bis Ende August diesen Jahres stiegen die Unfälle gravierend auf 70 an. „Jedes verunglückte Kind ist eins zu viel, deswegen werden wir uns demnächst noch einmal zusammensetzen, die momentane Lage besprechen und entsprechende Maßnahmen treffen, um unsere Arbeit zu verbessern“, betont der ehemalige Verkehrssicherheitsberater der Polizei Gelsenkirchen.

Gegründet wurde die Ordnungspartnerschaft durch einen Zusammenschluss von Polizei, Stadtverwaltung, Bogestra und Verkehrswacht am 20. April 1999. Mit der Zeit sind immer mehr Partner dazugestoßen, unter anderem der Radmarkt Meinhövel, die Großbäckerei Gatenbröcker, das Rechtsanwaltsbüro Kempgens, GeKita oder die Vestische.

Eltern sollen mehr durchgreifen

Der Grundgedanke bei der Gründung vor 20 Jahren war und ist heute noch ganz klar festgelegt: Die Sichtbarkeit der Kinder im Straßenverkehr zu erhöhen. „Kinder sehen besser als Erwachsene, aber sie werden schlechter gesehen von den Erwachsenen“, verdeutlicht Reinhard Michels. „Leider vernachlässigen viele Kinder das Tragen der Warnwesten und die Eltern ihre Pflicht, das zu kontrollieren.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben