Bankbilanz

Volksbank Ruhr Mitte steigert 2018 Umsatz und Kreditvergabe

Zufrieden mit 2018: Peter Bottermann und sein Vorstandskollege Ingo Abrahams (r.) stellten die Entwicklung der Volksbank Ruhr-Mitte in der Hauptstelle in Gelsenkirchen-Buer. vor.

Zufrieden mit 2018: Peter Bottermann und sein Vorstandskollege Ingo Abrahams (r.) stellten die Entwicklung der Volksbank Ruhr-Mitte in der Hauptstelle in Gelsenkirchen-Buer. vor.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen/Gladbeck.  Sehr erfolgreich war 2018 für die Volksbank und die Bankteilhaber. Mit einer erweiterten Online-Strategie „VB-Next“ geht die Bank in die Zukunft.

Dienstagabend wurden in der Gladbecker Stadthalle 132 Vertreterinnen und Vertretern der Volksbank Ruhr Mitte die Geschäftszahlen für 2018 vorgestellt, ehe der Vorstand einen Tag später in Gelsenkirchen-Buer die Bankbilanz öffentlich vorstellte. Da folgt die Genossenschaftsbank ihren festen Regeln, zumal die Vertreter über die Verwendung des Bilanzgewinns entscheiden. Die rund 45.000 Mitglieder, also Bankteilhaber, stehen an erster Stelle. 458 mehr sind es vergangenes Jahr geworden. 2018 steht fest, war für sie und das Geldinstitut ein gutes Jahr.

Dividende von drei Prozent

Die Bilanzsumme steigerte sich auf 2,17 Milliarden Euro (plus 2,5 Prozent), der Jahresüberschuss liegt wieder bei 4,4 Millionen, der Bilanzgewinn bei 3,1 Millionen Euro. Wie im Vorjahr wird den Bankteilhabern eine Dividende von 3 Prozent ausgeschüttet, 3,7 Millionen Euro wird die Volksbank zur Stärkung des Eigenkapitals verwenden.

Deutlich um 36 Prozent gesteigert (auf 315 Millionen Euro) wurden die Kredite für Firmen und Privatkunden, auch das Baufinanzierungsgeschäft lief bei einem Neukreditvolumen von 163 Millionen Euro (plus 27 Prozent) weiter bestens. Baukredite sind nach wie vor günstig, die Einlagenzinsen bleiben mickrig. 1,68 Milliarden Euro legten Kunden – vorwiegend kurzfristig – an. Nahezu unverzinsliche, tägliche Sichteinlagen machten dabei einen Anteil von 1,06 Milliarden Euro aus.

Breite Streuung zur Sicherheit

„Wenn man so stark wächst, dann hat das auch mit den Mitarbeitern zu tun. Wir haben die Beraterkapazität 2018 erweitert“, sagt Vorstand Peter Bottermann. Effizienz, schnelle Abwicklung und Prüfung zählen längst auch im Bankgeschäft - in der Filiale, vor allem aber online.

Sicherheit bleibt für Kunden das große Thema bei der Anlage. Breite Streuung empfehlen die Banker, eben „substanzorientierte Anlagen“ in Aktien, Investment- oder Immobilienfonds. Für viele Kunden zählt die Investition in die eigene Immobilie zum „wesentlichen Bestandteil der Vermögensstrukturierung“, sagt Bottermann. Schwieriger wird hier das Geschäft aus Sicht der Experten „allein durch ein eher geringes Angebot an Neubauflächen und Gebrauchtimmobilien. Dennoch konnte die Banktochter Volksbank Immobilien Rhein Ruhr GmbH mehr als 235 Immobilien mit einem Kaufpreisvolumen von 53 Millionen Euro vermitteln.

Pilot für das digitale Beratercenter

„Mit dem Verlauf insgesamt sind wir sehr zufrieden. Das war ein Jahr, das wir mit durchaus positiven Steigerungswerten abschließen durften.“ Eigentlich, so Bottermann, müsse man sagen: „Was will man mehr?“ Eine rhetorische Frage. Da kommt noch einiges, vor allem bei der weiteren Digitalisierung, aber auch im Filialgeschäft vor Ort.

Erfahrungen waren rundum positiv

„VB-Next“ heißt hier das Stichwort. In Herten lief der Pilot für das digitale Beratercenter. Die Erfahrungen waren rundum positiv. Das Raumkonzept, die Bewertung über verschiedene Online-Kanäle und Beratungszeiten bis 19 Uhr werden begrüßt. In Gladbeck wird das Konzept ab September umgesetzt. Die Hauptstelle an der Goethestraße wird dafür umgebaut. Vorstand Ingo Abrahams nennt Zahlen: „Wir investieren dort 5,1 Millionen Euro in die Sanierung und den Umbau von Erdgeschoss und erster Etage, 1,1 Millionen Euro sind allein für VB-Next eingeplant.“ 2020 soll das Konzept auch in Buer, hier in den Räumen der Hauptstelle, realisiert werden. 2021 ist die Eröffnung in Gelsenkirchen geplant – dort vielleicht in einer angemieteten Immobilie. „Mittelfristig“, so Bottermann, werde VB-Next „Auswirkungen auf das Filialnetz haben“. In welcher Form stehe jedoch noch nicht fest.

24 Auszubildende und 86 Teilzeitkräfte

Personal aufgebaut hat die Volksbank 2018. Beschäftigt wurden im Jahresdurchschnitt 391 Personen, darunter 24 Auszubildende und 86 Teilzeitkräfte. Die Gesamtzahl, schätzt Bottermann, werde künftig leicht zurückgehen. „Das schaffen wir durch normale Fluktuation.“

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