Kultur und Bildung

VHS Gelsenkirchen startet zum 100. Geburtstag wieder durch

Programmbereichsleiterin Silke Sommerfeld, Referatsleiter Klaus Rostek und VHS-Leiter Holger Gruner freuen sich auf das Herbstsemester und die „Lange Nacht der VHS“ zum 100-Jährigen.

Programmbereichsleiterin Silke Sommerfeld, Referatsleiter Klaus Rostek und VHS-Leiter Holger Gruner freuen sich auf das Herbstsemester und die „Lange Nacht der VHS“ zum 100-Jährigen.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FFS

Gelsenkirchen.  Das Programm der VHS Gelsenkirchen im 2. Semester setzt auf klassische Angebote und Neuerungen. Darunter: Erstmals auch Web-Vorträge in Buer.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die alte Dame hängt die Doppelnull an, die Volkshochschule hat seit runden 100 Jahren die Lizenz zu demokratischer, bedarfsgerechter und bezahlbarer Bildung für die Bevölkerung von Gelsenkirchen und Umgebung. Und sie versteht das als bleibenden Auftrag, ihr Angebot ständig zu aktualisieren, sich offen neuen Trends und Diskussionen zu stellen, wie sich im Programm für das zweite Semester zeigt, das am 9. September beginnt.

153 Seiten stark ist der Übersichtskatalog, und nicht umsonst erscheint er anders als gewohnt: Das Papier ist neu, dicker und mit dem nachhaltigen Siegel versehen. Den Gedanken der Nachhaltigkeit will VHS-Direktor Holger Gruner in möglichst vielen Bereichen übergreifend verstärken, auch im digitalen Unterricht. Er weist bei der Programmvorstellung schmunzeln darauf hin, dass die VHS in Gelsenkirchen auch schon stattliche 47 Jahre am Standort Ebertstraße 19 untergebracht ist.

Live-Ticker zum Heimspiel

Rund 600 Angebote werden etwa 16.000 Stunden abdecken, rechnet der VHS-Direktor vor, und dafür liegen aktuell schon 4250 Anmeldungen vor. Als eine Besonderheit für Gelsenkirchen ist geplant, zur „Langen Nacht der Volkshochschule“ einen Live-Ticker einzurichten. Denn am Freitag, 20. September, wird Schalke spielen, und das Wissen zu der Begegnung in der Arena gegen Mainz 05 gehört auch zum Bildungsangebot.

Mit Gruner ist sich der neue Referatsleiter Kultur und Bildung, Klaus Rostek, einig, den Bereich der politischen Bildung auch weiterhin mit einem hohen Stellenwert zu versehen und ständig zu aktualisieren, möglichst jederzeit anzupassen. Gruner dazu: „Die einzelnen Bereichsleiter sind sehr autark in der Gestaltung ihrer Angebote, und wir stehen deshalb in ständigen Diskussionen, die auch sehr fruchtbar sind. Das braucht zwar Zeit, ist aber ein wirklich lebendiges, konstruktives Tohuwabohu.“

Externe Überprüfung spornt an

Die Volkshochschule bleibe unter dem Motto „100 Jahre Wissen teilen. Zusammenleben - Zusammenhalten“ auf vielen Sektoren bei Bewährtem, was aber durchaus neu präsentiert werde. „Außerdem lassen wir uns auf die Finger sehen“, unterstreicht Gruner, „werden extern überprüft, und fassen auch da die Kritik konstruktiv auf: Wie laufen die Angebote? Treffen wir die Zielgruppe?“ Das bedeute auch, die Kompetenzen aller Beteiligten des Hauses zu stärken, um beispielsweise auf den Sektoren Medien, Gesundheit, Kommunikation jederzeit auf dem neuesten Stand zu sein.

„Wichtig ist uns vor allem auch, dass Beratung für Jedermann auch außerhalb der Sprechstunden geschieht“, erläutert Gruner. „Und dann müssen wir auch darauf sehen, welche Klicks erzielen wir im digitalen Bereich? Deshalb werden wir auch neu daran arbeiten, einen Kurs komplett im Internet zu präsentieren.“

„Webinar“ über Humboldt

Bereichsleiterin Silke Sommerfeld ergänzt, dass erstmals als „Webinar“ Vorträge mit live zugeschalteten Dozenten angeboten werden. Per Chat-Funktion können Teilnehmer dann auch Fragen stellen. „Das hat den Vorteil, dass sich auch Volkshochschulen kleinerer Städte renommierte Dozenten parallel mit anderen Einrichtungen sozusagen teilen, die einzelne gar nicht erst kriegen würden.“ Diesmal wird es ein Webinar am Standort in Buer zur Themenreihe rund um Alexander von Humboldt geben, der in diesem Jahr 250 Jahre alt geworden wäre.

I

Im Programmbereich „Kulturelle Bildung und kreatives Gestalten“ stehen Kooperationen mit Gelsenkirchener Institutionen im Mittelpunkt. Musiktheater im Revier, Kunstmuseum, Museum Schloss Horst und Kulturraum „Die Flora“ gewähren eigene Einblicke in ihre Arbeit.

„Grundbildung und Schulabschlüsse“ bietet verschiedene Lehrgänge zum Erwerb des Hauptschulabschlusses oder der Fachoberschulreife, dazu Kurse für Erwachsene, die nicht lesen oder rechnen können.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben