Ein Stück geschichte

Vermesserinstrument ist ein Schaustück der Bergbausammlung

Die Bergbausammlung Rotthausen in Gelsenkirchen, seit 2002 betrieben von ehrenamtlichen Bergbau-Interessierten, hält zahlreiche Relikte der Bergbauzeit bereit. Zur Ausstellung gehört auch ein Theodolit.

Die Bergbausammlung Rotthausen in Gelsenkirchen, seit 2002 betrieben von ehrenamtlichen Bergbau-Interessierten, hält zahlreiche Relikte der Bergbauzeit bereit. Zur Ausstellung gehört auch ein Theodolit.

Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Im Steinkohlebergbau ist und war für den Abbau von Kohle Präzision gefragt. Beim genauen Vermessen kommt der Theodolit zum Einsatz.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Schon immer war im Steinkohlebergbau für den Abbau von Kohle Präzision gefragt. Viele Bergleute waren und sind umfassend ausgebildet, müssen mit vielen technischen Geräten umgehen können. „Bei der Arbeit wird auch immer ein Theodolit eingesetzt“, erklärt Karlheinz Rabas, der in Rotthausen die Bergbausammlung leitet.

Rabas ist Ingenieur und Betriebswirt, hat jahrzehntelang im Bergbau gearbeitet und ist seit 1998 bereits im Ruhestand. Ein Theodolit ist ein Winkelmessinstrument, das in der Geodäsie, der Vermessungskunde, zur Messung von Horizontal- und Vertikaleinrichtungen verwendet wird. In der Bergbausammlung gehört er zum Anschauungsmaterial.

Ein Zielfernrohr und zwei Libellen

„Im Wesentlichen besteht dieses Instrument aus einem Gehäuse, dem Zielfernrohr, einem Vertikal- und einem Horizontal-Teilkreis und ein bis zwei Libellen. Letztere dienen zur lotrechten Ausrichtung der Drehachse“, erklärt Rabas die Ausstattung. Eine Libelle ist eine Kunststoff- oder Glasröhre, die mit einer Flüssigkeit und einer Luft- oder Gasblase gefüllt ist wie bei einer Wasserwaage. In das Zielfernrohr ist ein Strichkreuz integriert, mit dem das Ziel anvisiert wird. In der Regel werden die dabei eingestellten Winkel vom Gerät angezeigt und/oder gespeichert.

Der Theodolit misst horizontale Richtungen

Durch Drehen oder Kippen des Messfernrohres misst der Theodolit horizontale Richtungen, in dem er sich um seine vertikale Stehachse dreht und Vertikalwinkel, indem er sich um die horizontale Kippachse dreht. „Die Winkel werden meist in Gon ausgegeben, bei älteren Instrumenten auch in Grad, wobei 360 Grad 400 Gon entsprechen.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben