Polizei

Unterhaltsame Nachhilfe in Sachen Sicherheit in Buer

Von der Fahrerkabine aus konnten Kinder die Modelleisenbahn nebenan steuern. Die Aufgabe für den „Führerschein“ war, die Bahn an den Haltepunkten zum Stehen zu bringen.

Von der Fahrerkabine aus konnten Kinder die Modelleisenbahn nebenan steuern. Die Aufgabe für den „Führerschein“ war, die Bahn an den Haltepunkten zum Stehen zu bringen.

Foto: Frank Oppitz

Gelsenkirchen-Buer.   Beim 16. Sicherheitstag am Polizeipräsidium in Buer gab es sehr praktische und unterhaltsam präsentierte Informationen rund ums Thema.

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Einen Feuerwehrwagen besteigen, nachempfinden, wie es Menschen bei einem Verkehrsunfall ergeht oder wie sich Gefangene fühlen: Gerade für die jungen Besucher gab es beim Gelsenkirchener Sicherheitstag der Polizei am Sonntag viele Erfahrungen zu machen. Zum 16. Mal hatte die Gelenkirchener Polizei in den Hof des Polizeipräsidiums in Buer zu ihrem Sicherheitstag eingeladen. Den Rahmen bildete ein unterhaltsames Programm, den Kern jedoch das Anliegen, das Sicherheitsbewusstsein von Bürgern anzusprechen.

Fit sein im Straßenverkehr

Und das wirkte bis ins Unterhaltungsprogramm der Kleinsten. So sangen selbst Kita-Kinder im Rahmenprogramm davon, was im Straßenverkehr zu beachten ist. Zu den musikalischen Highlights auf der Bühne gehörte Alphonso William, Sieger der 14. Staffel der TV-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“.

Während Clown Pepe für Kinder bunte Luftballons in Tiere und Blumen verwandelte, durften Erwachsene am Stand der Johanniter ihren Blutdruck messen lassen oder bei der Verkehrswacht ihre Seh- und Reaktionsfähigkeit testen – beides Sicherheitsfaktoren im Straßenverkehr.

Die Bogestra lud junge Besucher ein, den Kinderführerschein im Bahnfahren zu machen. In einer nachgebauten Fahrerkabine galt es, eine Modelleisenbahn über die Schienen zu bringen und an den Haltestellen stoppen zu lassen.

Was alles in ein Fahrzeug für die Unwetterhilfeleistung gehört, das erklärte Christoph Schlüter, Zugführer des Löschzugs Buer-Mitte von der freiwilligen Feuerwehr. „Alles für die Brandbekämpfung – Schläuche, Pumpen und Strahlrohre – und für die technische Hilfeleistung müssen wir auf jeden Fall bei Sturm- oder Überschwemmungen mitnehmen“, so der Experte.

Einmal ins Polizeiauto klettern

Exemplarisch hatten die Feuerwehrleute auch ein Einsatzfahrzeug inklusive Hilfsmitteln (Gesamtwert: 310 000 Euro) dabei. Das Angebot, hineinzuklettern, nutzten die jungen Besucher nur zu gern. „Fahrzeuge mit Blaulicht interessieren alle Kinder. Aber die freiwillige Feuerwehr ist auch ein spannendes Hobby, das jede Menge Spaß macht“, freut sich Schlüter. Auch der siebenjährige Hagen zeigte sich fasziniert. Sein Großvater Friedrich Wehrmann berichtete, dass er selbst bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv ist. „Da kommt mein Enkel auch ab und an mal mit.“

Brennendes Haus im Miniaturformat

Was tun, wenn es brennt: Das wurde anhand eines sogenannten „Rauchhauses“ simuliert und erklärt. Ein Holzhaus in Miniaturformat mit Playmobilmöbeln veranschaulichte, wie schnell sich der Rauch in der Wohnung und im ganzen Gebäude bei Feuer verteilen kann.

Einzelzelle im Gefangenentransport

Das zweifelhafte Vergnügen, sich wie ein Gefangener beim Transport ins Gericht zu fühlen, boten zwei Fahrzeuge des Justizvollzugs NRW Besuchern. Drei Einzelzellen und eine Gemeinschaftszelle befinden sich in dem Auto. Nur ein Minifenster lässt den Blick nach außen frei. Ausbildungsleiter Thomas Thüring erklärte die Sicherheitsbedingungen für die Transporte – und nutzte die Gelegenheit, auf das Ausbildungsangebot im Werkdienst und Vollzugsdienst hinzuweisen. Der Tag lieferte den Besuchern Nachhilfe in punkto Sicherheit auf ausgesprochen unterhaltsame Art.

>> Informationen über Unfallgefahren

An einem Extrastand informierte die Polizei über die Unfallgefahren durch die Nutzung des Smartphones während der Fahrt. Fotos und Infoblätter dokumentierten mögliche Folgen.

55 Prozent der Deutschen nutzen das Smartphone hinter dem Steuer hin und wieder, ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 85 Prozent.

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