Advent

Trias-Theater verlegt die Weihnachtsgeschichte in den Himmel

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Regisseur Ulrich Penquitt, Herodes-Darsteller Jesse Krauß und Emschertainment-Geschäftsführer Helmut Hasenkox (v.l.) sehen gespannt der Aufführung von „Es begab sich...“ in der Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen entgegen.

Regisseur Ulrich Penquitt, Herodes-Darsteller Jesse Krauß und Emschertainment-Geschäftsführer Helmut Hasenkox (v.l.) sehen gespannt der Aufführung von „Es begab sich...“ in der Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen entgegen.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Ückendorf.  In der Gelsenkirchener Heilig-Kreuz-Kirche bringt das Trias-Theater die Weihnachtsgeschichte in eine etwas andere Form. Der Vorverkauf läuft an.

„Die Geschichte einer Geburt zur Weihnachtszeit“, mit diesem Untertitel lüftet das Triastheater nur ein Stückchen den Vorhang über den Aufführungen von „Es begab sich...“. Das Theaterstück in der Heilig-Kreuz-Kirche nimmt aber sehr wohl die Geschehnisse in der Weihnachtsnacht vor über 200 Jahren nach dem biblischen Lukas-Evangelium als Grundlage.

Trotzdem versprechen Ulrich Penquitt (Regie, Autor und Produktionsleiter), sein 22-köpfiges Schauspielensemble und der St. Barbara Gospel-Chor unter Leitung von Mario Stork eine Uraufführung. „Es wird die drei weisen Astrologen, Magier oder Wissenschaftler geben, den König Herodes, Maria, Josef und das Christuskind“, unterstreicht Penquitt.

Aber diesmal beginnt die Geschichte eben nicht mit der Geburt des Knaben und verschieben sich die Schwerpunkte aus der Vorlage des Evangelisten etwas. Penquitt hat sich gefragt, ob denn nicht vielleicht mehr hinter dem überlieferten Text steckt, und sich an die Passions-Aufführungen in der evangelischen Kirche in Rotthausen erinnert. „Mit Autor Wolf-Rainer Borkowski bin ich dann in die Tiefe der Geschichte gegangen“, beschreibt er.

In Gelsenkirchen beginnt die Weihnachtsgeschichte im Himmel

Neu ist nun im Stück der Start der Geschehnisse, denn nun bittet Gott seinen Sohn bereits im Himmel auf die Erde zu gehen. Und schon wird auch der Teufel aufmerksam. Neu ist auch die veränderte Ausgestaltung der Rolle Marias, der jungen Frau, mit der alles für die Mensch-Geburt des Gottessohnes vorbereitet ist. „Mehr Selbstbewusstsein“, bringt es Penquitt auf eine Formel.

Ernst und Würde eines Weihnachtsspiels bleiben bestehen, sind sich alle einig, „es bleibt ein Familienstück, so etwa ab acht Jahren, und es wird auch lustig“, verspricht Penquitt.

Helmut Hasenkox, Geschäftsführer der Emschertainment GmbH, ist sicher: „Die Geschichte ist nirgendwo besser aufgehoben als an diesem Ort. Der Raum in der Heilig-Kreuz-Kirche spielt eben mit, das gigantische Gewölbe wird mit einer speziellen Beleuchtung noch einmal stärker wirken. Ich freue mich sehr darauf, und unter Umständen wollen wir das Weihnachtsspiel an diesem Schauplatz verstetigen.“

Die Aufführungen: Samstag, 9. Dezember, 19 Uhr, Samstag, 16. Dezember, 19 Uhr, Sonntag, 17. Dezember, 18 Uhr, Heilig-Kreuz-Kirche, Bochumer Straße 115, Karten 16, ermäßigt 12 Euro, geeignet ab ca. 8 Jahre, Infos

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